Apr 132015
 
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QSC ZentraleDie QSC AG hat ein schwieriges Jahr hinter sich. Der Internet, Telekommunikation Service Anbieter aus Köln wollte weg vom DSL Geschäft und hin zur Cloud. Der geplante Verkauf des eigenen DSL Netzes hat immer wieder für Gerüchte im Markt gesorgt, doch der entscheidende Effekt blieb bisher aus. Nun sagt das Unternehmen selber, dass man wichtige Schritte nicht, oder nicht richtig angegangen ist und verspricht für die Zukunft eine geordnete Neuausrichtung. Das DSL Netz soll bei diesem neuen Plan allerdings nun doch im Unternehmen verbleiben.

Im Interview stellt sich Arne Thull, Leiter Investor Relations meinen Fragen und gibt einen Einblick in die Situation und einen Ausblick auf die Zukunft der QSC AG. Continue reading »

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Okt 172014
 
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Dr. Wolfgang Söhngen Vorstand PAION AG

Dr. Wolfgang Söhngen, Gründer und CEO der PAION AG

Die PAION AG ist ein Specialty Pharma Unternehmen mit Hauptsitz in Aachen und verfügt über einen weiteren Standort in Cambridge (Vereinigtes Königreich). Die Strategie der PAION AG ist es, ihr Geschäftsmodell von einer reinen Entwicklungsgesellschaft zu einem spezialisierten Pharma-Unternehmen mit einem Schwerpunkt auf Anästhesie-Produkten auszubauen. Remimazolam soll die Basis ihrer künftigen Vertriebsaktivitäten sein. Allerdings gab es zuletzt, zumindest bei der Zulassung von Remimazolam in Japan, eine Verzögerung die von den Finanzmärkten nicht gerade positiv aufgenommen wurde.

Ich freue mich in einem exklusiven Interview mit Herr Dr. Wolfgang Söhngen, Gründer und CEO der PAION AG, über die Entwicklung von Remimazolam, anderen Produkten der PAION AG und den Aussichten des Unternehmens gesprochen zu haben. Continue reading »

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Sep 262014
 
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Die Fresenius Medical Care AG (WKN 578580) ist einer der konservativen Werte im DAX 30. Das Unternehmen ist als Globalplayer im Bereich der Dialysetechnik gut aufgestellt und hat kürzlich durch Zukäufe in Höhe von 600 Millionen € in Nordamerika und durch die Ausgabe einer Wandelanleihe Schlagzeilen geschrieben.

Die zuletzt veröffentlichten Quartalszahlen vielen besser aus als vom Markt erwartet und nun steht FMC auch bei vielen Analysten wieder auf der Kaufliste.

FMC_Vorstand_Pressebilder_Brosnan2Ich sprach mit Mike Brosnan, Finanzvorstand vom Fresenius Medical Care, über die Zahlen und die Aussichten für das Geschäftsjahr. Herr Brosnan geht von einem Jahresergebnis von 2,2 Milliarden US-$ aus und somit von einem operative Ergebnis auf Vorjahresniveau.

Mit einem Sparporgramm sollen über 60 Millionen € eingespart werden und so den Folgen der Erstattungskürzungen für Dialysepatienten in den USA entgegengewirkt werden. Im Interview äußert sich Herr Brosnan über das Sparprogramm, die Zukäufe in den USA und  den weiteren Expansionspläne von Fresenius Medical Care. Continue reading »

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Jun 252014
 
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Ich freue mich Ihnen wieder zwei interessante Interviews präsentieren zu können. Zum einem mit der Stada Arzneimittel AG, ein Wert der sich zurzeit auch in unserem Musterdepot befindet und mit der Gagfa, einem der großen Immobilienverwalter in Deutschland.

Die Interviews wurden von mir in den letzten Wochen geführt und in voller Länge mit dem Link unter dem Anrisstext zum Unternehmen aufrufbar.

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Apr 132014
 
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Sky Deutschland AG Interview Aktie Aktien BörseIch freue mich so kurz nach den neuesten Zahlen der Sky Deutschland AG wieder ein Interview mit Frau Julia Buchmaier, Director Media Relations der Sky Deutschland AG geführt zu haben. Wie die aktuelle Entwicklung im Unternehmen verläuft, die Bedeutung von Pay-TV in Deutschland und das erste positive EBITDA sind nur einige Punkte die im Interview besprochen werden.

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Apr 032014
 
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SHW LOGO kleinDie SHW AG ist, mit ihrem Gründungsjahr 1365, eines der ältesten Industrieunternehmen in Deutschland.

Auch innovationsgetriebenes Denken hat bei SHW Tradition. So baute das Unternehmen im Jahr 1925 den zukunftsweisenden Prototyp eines Autos mit Aluminiumkarosserie, das seiner Zeit so weit voraus war, dass es nie in Serie gegangen ist.

Heute ist die SHW AG einer der führenden Automobilzulieferer von CO2-optimierenden Pumpen und Motorkomponenten sowie Bremsscheiben.

Das Unternehmen ist mit Wirkung zum 23.12.2013 in den SDAX aufgestiegen. Ein Grund mehr, sich die SHW AG einmal näher zu betrachten.

Ich freue mich mit Herr  Michael Schickling, Head of Investor Relations & Corporate Communications der SHW AG, einen kompetenten Gesprächspartner gefunden zu haben, der uns einen Ein- und Ausblick zum Unternehmen gibt.

Rüdiger Dalchow:

Die SHW AG ist einer der führenden Automobilzulieferer mit Produkten, die wesentlich zur Reduktion des Kraftstoffverbrauchs und damit der CO2-Emissionen im Automobilbereich beitragen. Wie ist es der SHW AG möglich, sich im Geschäftsjahr 2013 so deutlich von der Marktentwicklung abkoppeln?

SHW AG:

Zunächst muss man konstatieren, dass sich im Jahr 2013 die Fahrzeugproduktion in Europa, unserem derzeitigen Hauptmarkt, mit 15,9 Mio. Einheiten nur sehr geringfügig von dem niedrigen Vorjahresniveau erholt hat.

Der Haupttreiber unseres Geschäfts sind jedoch die regulatorischen Vorgaben hinsichtlich einer deutlichen Absenkung der CO2-Emissionen von Kraftfahrzeugen. So sieht die EU-Kommission für Neufahrzeuge im Jahr 2021 einen durchschnittlichen Zielwert von 95 g CO2 / km vor. Zuletzt betrug der Wert etwa 132 g CO2 / km. Die Fahrzeughersteller können diese Ziele nur mit neuen CO2-optimierte Motoren- und Getriebegenerationen erreichen.

Bei uns waren es in erster Linie Produktneuanläufe im Geschäftsbereich Pumpen und Motorkomponenten, die zu dem Umsatzplus von 12,4 Prozent auf 365,6 Mio. Euro beigetragen haben. Im Speziellen waren es die elektrische Getriebeölpumpe für die Start-Stopp-Funktion und die variable Öl-/Vakuumpumpe, die sich zu echten „Verkaufsschlagern“ entwickelt haben.

Rüdiger Dalchow:

Der operative Cashflow hat sich im Jahr 2013 von 19,8 Mio. Euro auf über 30 Mio. Euro erhöht. Bitte erklären Sie diesen, doch sehr deutlichen, Anstieg für unsere Leser etwas genauer.

SHW AG:

Der Grund für den deutlichen Anstieg des operativen Cashflows ist relativ einfach. Es ist uns gelungen, das Working Capital sehr deutlich zu reduzieren.

Rüdiger Dalchow:

Die SHW AG plant die Präsenz in den USA wieder aufzubauen. Die Automobilkonzerne in den USA sind, nach einer längeren Durststrecke, wieder im Aufwind. Welches Potential sehen Sie für die SHW AG auf dem US-amerikanischen Markt?

SHW AG:

Der nordamerikanische Automobilmarkt ist mit 16,3 Mio. produzierten Fahrzeugen nach China (2013: 27,1 Mio. Fahrzeuge) der zweitgrößte der Welt und damit auch für uns als Zielmarkt hochinteressant.

Nach dem Verkauf unserer 50 Prozent Beteiligung an dem kanadischen Ölpumpenhersteller STT Technologies im Oktober 2012 haben wir im letzten Jahr damit begonnen, den Wiedereintritt in den nordamerikanischen Markt mit einer eigenen Tochtergesellschaft in die Wege zu leiten.

Nach der Gründung der kanadischen Tochtergesellschaft SHW Pumps & Engine Components Inc., Toronto, Ontario, am 17. Oktober 2013 wird das derzeit vierköpfige Team von Vertriebsmitarbeitern und Entwicklungsspezialisten um den General Manager Peter Krug im April das neue Entwicklungszentrum (inkl. Leistungs- und Dauerlauftestständen) und Verwaltungsgebäude in Brampton, Großraum Toronto, beziehen. Das Gebäude verfügt darüber hinaus über genügend Fläche, um einen ersten Truck & Off-Highway Auftrag abwickeln zu können.

Zielsetzung ist, bis zum Jahr 2018 in der Region Nord- und Südamerika auf einen Umsatz von etwa 100 Mio. Euro zu kommen. Dazu benötigen wir etwa fünf bis sechs größere Aufträge für Pkw-Ölpumpen.

Rüdiger Dalchow:

Seit dem 23.12.2013 ist notiert die Aktie der SHW AG im SDAX. Ist die Aufnahme in den SDAX für das Unternehmen nur eine Formalie oder sehen Sie hier weitere Vorteile für die SHW AG?

SHW AG:

Wir haben seit dem Börsengang im Juli 2011 kontinuierlich auf die Aufnahme in den SDAX hingearbeitet. Dieser Prozess hat Anfang November – nach der erfolgreichen Platzierung der verbliebenen SHW-Aktien aus dem Bestand von Nordwind Capital und der damit verbundenen Erhöhung des Streubesitzes von 41,7 Prozent auf 100 Prozent – deutlich an Dynamik gewonnen. Mit der Notierung im SDAX erhalten wir einen verbesserten Zugang zu neuen Investoren und eine erhöhte Wahrnehmung an den internationalen Finanzmärkten.

Rüdiger Dalchow:

Der Kurs der Aktien der SHW AG wird im letzten Jahr wohl alle investierten Anleger erfreut haben. Wie schätzen Sie die aktuelle Marktbewertung ein und lässt das aktuelle Umfeld noch weiteres Potential nach oben zu?

SHW AG:

Wir werden derzeit von fünf Researchhäusern gecovert. Davon empfehlen aktuell drei Banken die Aktie mit einem Kursziel von 58 Euro bis 60 Euro zum Kauf.

 

Ich bedanke mich herzlich bei Herrn Michael Schickling und der SHW AG für dieses aufschlussreiche Interview.

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Apr 012014
 
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Xing Interview Aktie Börse AktienhandelXing: das Businessnetzwerk ist kaum zu bremsen. Der Marktführer im deutschsprachigen Raum bekommt immer mehr Mitglieder und will bis 2016 den Umsatz auf 150 Mio. € verdoppeln. Hierbei sollen eine vermehrte Ausrichtung auf mobile Endgeräte und neue Angebote für die Mitglieder helfen.

Aber wie werden die Neuerungen von den Kunden angenommen und welche Schritte will Xing unternehmen um den ausgegebene Wachstumskurs auch halten zu können?

Ich freue mich, dass ich erneut Patrick Möller, Director Investor Relations bei der Xing AG, zu einem Interview gewinnen konnte und er uns einen Ein- und Ausblick zum Unternehmen gibt.

Zum Interview

Der Kurs von Xing ist nach der Veröffentlichung der letzten Zahlen erstmalige über die 100 € Marke gesprungen und hat sich damit im letzten Jahr mehr als verdoppelt. Analysten sehen Kurse bis 120,00€ für den Wert von Xing.

Auf alle Fälle ein interessanter Wert. Bevor wir aber darüber nachdenken Xing auch in unser Musterdepot aufzunehmen muss die gerade eroberte 100,00€ Marke die nächsten Tage halten. Potential ist da, aber es nach einem solchen Anstieg ist auch, kurzfristig, mit Gewinnmitnahmen zu rechnen.

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Mrz 132014
 
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Infineon AG Aussichten InterviewInfineon, oder besser gesagt die Infineon Technologie AG ist das führende deutsche Unternehmen in der Halbleiter Branche und auch weltweit einer der ganz großen Spieler. Das unter der WKN 623100 im DAX30 gelistete Unternehmen hat in den letzten Jahren nicht gerade eine leichte Zeit gehabt.

Die Probleme der Halbleiterbranche und auch hausgemachte Schwierigkeiten hatten der Kurs von Infineon von Höchstständen, die um die 70,00€ lagen, bis zum Jahr 2009 auch Kurse unter 0,50€ fallen lassen. Auf diesen freien Fall folge dann einen auch sehr rasche und steile Erholungsphase bis zum den des Jahres 2010.

Seitdem konnte die Aktie von Infineon keine neuen Höchststände mehr markieren.   Der DAX hingegen, auch wenn er jetzt gerade einmal etwas im Rückwärtsgang ist, hat seit dem rund 70% Plus verzeichnet. Doch bei Infineon wurde viel Arbeit geleistet und das Unternehmen ist auf dem Sprung nach vorne. Es gibt also auch für die Aktie noch einige an Aufholpotential gegenüber dem Markt.

Ich konnte ein Interview für Sie mit Kay Laudien, Senior Director Media Relations der Infineon Technologie AG, führen um Ihnen so einen aktuelle Blick auf die Situation des Unternehmens möglich zu machen.

Zum Interview…

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Jan 252014
 
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K+S AG Logo Interview 2014Die K+S AG hat ein mehr als bewegtes Jahr 2013 hinter sich. Durch den Streit zwischen Uralkali und Belaruskali ist die bis dahin vorherrschende Vertriebsgemeinschaft aufgebrochen. Die Aussagen des damaligen Vorstandes von Uralkali, Wladislaw Baumgartner, ließen die Kalipreise fallen und die Angst vor einem weiteren Preisverfall hat den Markt beherscht.

Diese Umstände liessen den Aktienkurs der K+S AG einbrechen. K+S ist bestrebt sich durch ein Großprojekt in Kanada, das „Legacy-Projekt“, bei der Kaliproduktion besser aufzustellen und hat ein Sparprogramm für das Unternehmen ins Leben gerufen.

Wie werden diese Maßnahmen greifen und wofür will das Unternehmen die 1 Milliarde Euro verwenden, die durch die Ausgabe zweier Anleihen aufgenommen wurden?

Ich freue mich sehr das Herr Thorsten Boeckers, Leiter Investor Relations,  mir in einem exklusiven Interview Antworten auf diese Fragen liefern konnte:

Zum Interview

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Nov 212013
 
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Die PSI AG, mit ihrem Sitz in Berlin, entwickelt und integriert seit 1969 Lösungen für Energie-, Produktions- und Infrastrukturmanagement. Dies alles basiert bei der PSI AG auf eigener Software und wird individuell auf die jeweiligen Anforderungen ausgerichtet.

Zu den Kunden der PSI AG gehören internationale Energieversorger und Großkonzerne sowie mittelständische Unternehmen.

Das breite Tätigkeitsfeld der PSI AG ist nicht so einfach zu überschauen, darum freue ich mich besonders mit Herr Karsten Pierschke, Leiter Investor Relation und Unternehmenskommunikation der PSI AG, einen Interviewpartner gewinnen zu können der uns einen etwas besseren Ein- und Überblick zum Unternehmen geben kann.

 

aktienhandel-einsteiger.de:

 Karsten Pierschke, Leiter Investor Relation und Unternehmenskommunikation der PSI AG

Karsten Pierschke, Leiter Investor Relation und Unternehmenskommunikation der PSI AG

Zunächst, Herr Pierschke, vielen Dank, dass Sie die Zeit finden konnten uns für ein Interview zur Verfügung zu stehen.

Herr Pierschke, die, schon im Vortext angesprochenen, vielseitigen Einsatzfelder für Lösungen der PSI AG machen es dem Privatanleger nicht einfach sich ein Bild vom Unternehmen zu machen. Können Sie für uns die Kernkompetenz des Unternehmens kurz umreißen?

Karsten Pierschke:

Sehr gerne. PSI entwickelt Softwarelösungen für die Optimierung und Steuerung von Energie- und Materialströmen bei Energieversorgern und in Industrieunternehmen mit komplexen und häufig energieintensiven Produktionsprozessen.

Dabei geht es immer darum, die Effizienz des Einsatzes von Energie, Arbeit und Material zu optimieren. Daher zeichnet sich unsere Software durch viele spezielle Algorithmen aus, die den Kerngeschäftsprozess des Kunden verbessern und ihn damit erfolgreicher machen.

aktienhandel-einsteiger.de:

In Europa ist die PSI AG eines der führenden Unternehmen wenn es um Energieleitsysteme geht. Jedem ist bewusst, dass die Bereitstellung und Verteilung von Energie ist eines der zentralen Themen der Zukunft ist. Wie sieht das Unternehmen sich selber für die Zukunft aufgestellt und gegenüber dem Wettbewerb im Vorteil?

 

Karsten Pierschke:

Mit unseren Leitsystemen für Strom- und Gasnetze sind wir der dominierende Anbieter in Deutschland und haben uns hier gegen große Elektro-Automatisierungskonzerne durchgesetzt. Unsere Lösungen verfügen über viele intelligente Funktionen, die zum Beispiel beim Umgang mit der stark schwankenden Erzeugung aus Sonne und Wind helfen. Bei knappen Leitungskapazitäten kann man mit speziellen Funktionen den Durchsatz erhöhen und zugleich die beim Transport über weite Entfernungen entstehenden Verluste begrenzen.

Damit sind unsere Lösungen besonders in Ländern attraktiv, in denen die Netzkapazitäten knapp sind. Sei es wie in Deutschland durch den massiven Ausbau der erneuerbaren Energien, durch starkes Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum wie in Südostasien oder wie in vielen Ländern durch unterlassene Investitionen in die Infrastruktur.

Dadurch sind wir inzwischen nicht nur im deutschsprachigen Raum, sondern auch in Russland, Südostasien und in der Golfregion der stärkste Anbieter.

aktienhandel-einsteiger.de:

Das Thema Energie ist zentral, bei der Erzeugung von Energie wird aber immer mehr zu dezentralen Lösungen übergegangen. Welche Rolle wird die PSI AG in diesem Wandel und auch beim immer größer werdenden Feld der neuen Energien einnehmen?

Karsten Pierschke:

Wie gesagt: Mit einem Marktanteil von über drei Vierteln in Deutschland sorgen intelligente PSI-Lösungen schon heute für eine funktionierende Energieversorgung unter den Bedingungen der Energiewende.

Der Druck auf die Netzbetreiber, unsere höheren Optimierungsfunktionen auch auf den unteren Spannungsebenen auszurollen, steigt mit jedem Prozentpunkt, den die erneuerbaren Energien im Gesamtmix zulegen.

Leider sind die Versorger durch die hohen Verluste im Kraftwerksbereich immer weniger zu Investitionen in der Lage. Das gefährdet die Energiewende und belastet trotz des hohen Marktanteils die Entwicklung unseres Energiegeschäfts, wie man in den letzten drei Jahren deutlich sehen konnte.

aktienhandel-einsteiger.de:

Die Sparte Infrastrukturmanagement konnte im letzten Jahr zulegen. Wie schätzen Sie die Ansprüche des Marktes, bei immer komplexeren Aufgaben in Transport und Logistik, ein und wird die PSI AG hier noch weiter zulegen können?

Karsten Pierschke:

Im Infrastrukturbereich sehen wir vor allem in den Wachstumsregionen Südostasiens viel Potenzial durch Infrastrukturinvestitionen und die Notwendigkeit, mehr aus der vorhandenen Infrastruktur herauszuholen. Das geht nur durch IT-Lösungen, die für mehr Effizienz sorgen.

Unser im Produktionsmanagement angesiedelter Logistikbereich verzeichnet eine hohe Nachfrage nach Lösungen, mit denen sich komplexe Logistiknetze optimieren und im täglichen Betrieb flexibler steuern lassen. Allerdings erfordert dies auch Investitionen in unsere Produktbasis, die in diesem Jahr stärker als geplant unsere Ergebnisse belasten.

Einen zusätzlichen Schub erwarten wir in den kommenden Jahren aus dem „Industrie 4.0“-Konzept, also flexiblen und selbststeuernden Produktions- und Logistikprozessen.

aktienhandel-einsteiger.de:

Die „Eurokrise“ hat bei vielen Unternehmen im letzten Jahr zu größerer Zurückhaltung bei Investitionen geführt, dies wird auch die PSI AG gespürt haben. Nun scheinen die Ampeln in vielen Wirtschaftbereichen wieder auf „grün“ zu wechseln. Gehen Sie davon aus, dass auch die PSI AG diese Wende spüren wird und ihre Kunden sich wieder vermehrt in die Auftragsbücher eintragen?

Karsten Pierschke:

Wir konnten im vergangenen Jahr den Auftragseingang um 8 Prozent steigern und in diesem Jahr das hohe Niveau zumindest halten. Im Industriegeschäft haben wir eher eine Verlagerung in andere Regionen wie die USA gesehen, wo wir durch die Verfügbarkeit günstiger Energie aus Schiefergas derzeit eine Re-Industrialisierung erleben.

Bremseffekte gab es eher durch das spezielle regulative Umfeld im Deutschen Energiemarkt. Dies konnten wir nur teilweise durch Exporte ausgleichen, da wir im Energiebereich noch nicht so international aufgestellt sind wie etwa in der Stahlindustrie.

aktienhandel-einsteiger.de:

Zum Abschluss die unvermeidliche Gretchenfrage. Der Kursverlauf der PSI AG hat in letzter Zeit die Anleger nicht gerade zu Freudensprüngen verleitet. Ist Ihrer Meinung nach auch hier eine Wende in Sicht und die PSI AG wird (durch eigenen Steuerungssysteme) den Anlegern wieder ein helleres Licht am Ende des Tunnels erstrahlen lassen?

Karsten Pierschke:

Hier muss man zwei Dinge unterscheiden: Zum einen bauen wir die PSI seit 2005 von einem breit diversifizierten Dienstleister zu einem Software-Produktanbieter um. Mit dieser Strategie sind wir im Schnitt um 7-8 Prozent gewachsen und haben das operative Ergebnis um durchschnittlich 20 Prozent im Jahr gesteigert. Zugleich sind viele Anleger aber enttäuscht, dass wir bisher nicht von der Energiewende profitieren können sondern eher belastet werden.

Der Umbau des Unternehmens und der historischen Produktbasis erfordert erhebliche Investitionen in Entwicklung und Rollout einer neuen Basistechnologie, durch die wir produktiver und profitabler werden. Diese Invstitionekosten sind uns 2013 in einem Bereich aus dem Ruder gelaufen, wobei es sich aber um Einmaleffekte handelte. Daher erwarten wir 2014 eine Rückkehr auf das Ergebnisniveau von 2012 und in den Folgejahren weitere Margensteigerungen.

Anders ist es bei der Schwäche im Energiemarkt. Die Auflösung des Investitionsstaus würde uns einen zusätzlichen Impuls geben. Ob und wann die offensichtlichen Probleme der Energiewende von der Politik angegangen werden, ist angesichts der derzeit laufenden Koalitionsverhandlungen aber nicht abschätzbar.

Wir bedanken uns herzlich bei Herrn Karsten Pierschke und der PSI AG für dieses aufschlussreiche Interview.

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