Mai 142015
 

In unserem Alltag haben wir akzeptiert, dass nutzlose Gegenstände, wie eine Goldmünze oder ein Diamant, einen weit höheren Wert einnehmen als Gegenstände die dringend benötigt werden, wie zum Beispiel Klopapier oder einfaches Wasser.

Aber wie kann es sein das eine Goldmünze so viel mehr Wert ist als eine Rolle Klopapier? Wer diese Frage nun für lachhaft hält, sollte sich in der entsprechende Situation einmal vorstellen nur eine Goldmünze zur Hand haben. Dann wird schnell klar, dass die Bewertung der Goldmünze mit dem nutzbaren Wert nicht viel zu tun hat. Die Bewertung ist also Paradox.

Erklärung vor der Auflösung: Das klassische Wertparadoxon

Das klassische Wertparadoxon hatte allerdings nicht Gold und Klopapier, so amüsant dieses Beispiel auch ist, als Gegenstände der Erklärung. Es war John Law of Lauriston (1671 – 1729), ein schottischer Ökonom und Bankier, der die, scheinbar unverständliche, Bewertung von Gütern am Beispiel von Wasser und Diamanten erklärte.

Law ist der erste der bei dem Vergleich des lebensnotwendigen aber nahezu unbegrenzt verfügbaren Rohstoffes Wasser (im 17ten Jahrhundert wurde der Rohstoff Wasser noch für unbegrenzt gehalten) und dem Wert eines Diamanten, der keinen praktischen Nutzen hat, eine Beziehung zwischen Angebot und Nachfrage herstellt.

Versuch der Auflösung des Wertparadoxon durch Smith

Etwas später wurde diese erste Erklärung durch Adam Smith (1723 – 1790)wieder aufgegriffen und weiterentwickelt. Smith führte die Begriffe eines reinen Gebrauchswert und eines Tauschwert für Wirtschaftgüter ein. So ist der Gebrauchswert für Wasser hoch und für Diamanten niedrig, der Tauschwert allerdings liegt bei Diamanten um ein vielfaches höher als bei Wasser.

Der Ansatz von Smith war ein Versuch das Wertparadoxon aufzulösen, stellte aber noch keine wirkliche Lösung dar.

Die Auflösung des Wertparadoxon durch Gossen

Hermann Heinrich Gossen (1810 -1958), ein in Düren geborener preußischer Jurist war es, der mit dem Erkennen des Grenznutzwertes das Wertparadoxon auflöste.

Gossen stellte fest das Nutzwert und Tauschwert von Gütern mit zunehmender Menge abnehmen, also einen Grenznutzen erreichen.

Ein einfaches Beispiel hierfür ist wieder ein Glas Wasser. Einen Menschen der großen Durst verspürst bietet ein Glas Wasser einen großen Nutzen, das zweite Glas ist schon nicht mehr ganz so begehrenswert und das achte Glas wird wahrscheinlich keinerlei Beachtung mehr finden.

Gossen entwickelte ein mathematisches Verfahren um das Verhältnis von Tauschwert und Nutzwert einem Grenznutzen zuzuweisen. Mit diesem Ansatz konnte die Preisbildung von Gütern mit einem wissenschaftlichen Ansatz hinterlegt werden.

Warum die Auflösung des Wertparadoxon so wichtig ist

Nicht nur das, durch die von Gossen entwickelte Methode, erstmals verschiedene Güter über Ihren Grenznutzwert mit einander im Preis vergleichbar wurden und somit die Grundlage des heutigen Werte und Wirtschaftssystems bildet. (Wie viel Nutzwert erhalte ich für mein Geld bei Ware A oder bei Ware B).

Wichtiger und weitreichender ist das hierdurch die Optimierung des Geldeinsatzes möglich ist. Das heißt durch den Vergleich des Grenznutzwertes von verschiedenen Waren ist es möglich einen maximalen Grenznutzen für die vorhandene Geldmenge zu erreichen. Dies gilt für den Einkauf bei Großkonzernen genauso wie beim Lebensmitteleinkauf für den Privathaushalt.

 

Apr 192015
 

Aktienhandel Musterdepot April 2015So der DAX scheint sich nun erstmal ein wenig ausruhen zu wollen. Nach dem steilen Aufstieg den er bisher in diesem Jahr hingelegt hat sei ihm dies auch gegönnt, Auch wenn wir die von mir erwartete Marke von 12.500 Punkten knapp verfehlt haben, scheint die Zeit für eine, zumindest kurzfristige Konsolidierung nun gekommen zu sein.

Alles kein Grund zur Panik, nur das unsere Neuaufnahme der letzten Woche, die Gerry Weber International AG, direkt in den Stop/Loss gelaufen ist, ist nicht ganz so erfreulich. Letztendlich ist es aber gut so, denn es zeigt, dass ein Stop/Loss hilft das Risiko beim Einstieg in einen Wert berechenbar zu machen und zu begrenzen.

Auch die anderen Werte im Musterdepot zeigen sich mit dem Gesamtmarkt einhergehend nicht gerade euphorisch in den letzten Tagen.

Schauen wir uns also der DAX und die Werte im Musterdepot in der Videoanalyse etwas genauer an.

(Hier finden Sie eine Erklärung zum Einsatz von Fibonacci Retracements, die in dieser Videoanalyse zum Einsatz kommen)

Apr 132015
 

QSC ZentraleDie QSC AG hat ein schwieriges Jahr hinter sich. Der Internet, Telekommunikation Service Anbieter aus Köln wollte weg vom DSL Geschäft und hin zur Cloud. Der geplante Verkauf des eigenen DSL Netzes hat immer wieder für Gerüchte im Markt gesorgt, doch der entscheidende Effekt blieb bisher aus. Nun sagt das Unternehmen selber, dass man wichtige Schritte nicht, oder nicht richtig angegangen ist und verspricht für die Zukunft eine geordnete Neuausrichtung. Das DSL Netz soll bei diesem neuen Plan allerdings nun doch im Unternehmen verbleiben.

Im Interview stellt sich Arne Thull, Leiter Investor Relations meinen Fragen und gibt einen Einblick in die Situation und einen Ausblick auf die Zukunft der QSC AG. Continue reading »

Mrz 262015
 

depot260315Diese Woche ist der DAX, genau wie ich, ein wenig verschnupft. Es geht nicht weiter aufwärts, und für einige Medien und Marktteilnehmer scheint dies verwunderlich, wenn nicht gar die Ankündigung eines großen Unheils zu sein. Leute mal ehrlich wir sind seit Mitte Oktober des letzten Jahres steil nach oben gelaufen. Im Jahr 2015 hatten wir die größten Kursgewinne die jemals in den erstem Monaten eines Jahres um Dax erzielt worden. Da sollte man wenn es mal ein paar Tage lang nach unten geht immer schön auf dem Teppich bleiben. Sollte der aktuell ja noch immer intakte Aufwärtstrend brechen, schauen wir uns in der Videoanalyse mit Hilfe von Fibonacci-Retracements einmal an wo die nächsten Auffangzonen liegen. (Einen Artikel (mit Lernvideo) zum Aufbau und Einsatz von Fibonacci-Retracements finden Sie unter diesem Link)

Das ist aber kein Grund entstandene Gewinne nicht abzusichern. Wir sind bei Adidas mit einem schönen Plus von über 14% ausgestopt worden. Sollten wir uns nun ärgern, da der Kurs aktuell wieder leicht über dieser Marke liegt? Nein sich über ausgelöste Stop/Loss zu ärgern ist verschwendete Energie und vollkommen sinnfrei. Man sollte sich immer vor Augen halten, dass es genauso gut weiter hinab hätte gehen können, Außerdem ist ein neuer Einstieg in einen Wert, wenn sich ein Aufwärtstrend erneut bestätigt ja nicht ausgeschlossen.

Der langen Vorrede nun aber genug und auf zu Videoanalyse für den DAX und die Werte im Musterdepot:

Aktiencoaching Ausbildung Aktien und Börse

Mrz 242015
 

Muscheln - asset allocation -verteilungAllokation ist ein Fremdwort das in mehreren Bereichen Anwendung findet und trotz gemeinsamer Definition unterschiedlich eingesetzt wird.

Daher werfen wir zunächst einen Blick auf die allgemeine Definition.

Allokation: die Wortbedeutung

 

Schauen wir also zuerst wie das Wort Allokation definiert wird. Continue reading »

Mrz 202015
 

Depot200215Passend zum „Hexensabbat“ dem dreifachen Verfallstag für Optionen und Futures haben wir heute noch eine Sonnenfinsternis über Europa. Na an einem Tag mit solch „gespenstigen“ Vorzeichen schauen wir wie unser Musterdepot sich verhält.

Unter der Woche ist die Jenoptik mit einem minimalen Plus, welches durch das nachziehen unseres Stop/Loss zustande kommt, aus dem Musterdepot ausgestopt worden und unsere Investitionsquote ist somit wieder auf unter 60% gefallen. Dies gibt uns genügt Spielraum um in der nächsten Woche wieder verstärkt auf die Jagd nach der ein oder anderen, vielversprechenden Neuaufnahme zu gehen. (Sie werden als Mitglied selbstverständlich und wie gewohnt am Tag vorher per E-Mail informiert.)

Aktiencoaching

Bei den Werten die sich weiter im Musterdepot befinden gab es am Donnerstag den schon angekündigten Aktiensplit bei Visa. Der Stop/Loss, der durch den Split ja ungültig geworden war, ist nun neu gesetzt. Die neue Marke für den S/L wurde bei 58,00 € gesetzt. Mehr zu Visa, dem DAX und den anderen Werten im Musterdepot, wie gewohnt, im Videoupdate:

Mrz 172015
 

Aktiensplit StraßeDie Visa Inc. hat für den 19.03.2015 einen Split ihrer Aktien (WKN A0NC7B) im Verhälnis 1:4 angekündigt. Wer also Visa Aktien in seinem Depot hat, sollte an diesem Tag nicht erschrecken wenn der Aktienkurs nur noch 25% des Vortageskurses ausmacht. Dafür befinden sich dann auch 4-mal so viele Aktien des Unternehmens in seinem Depot.

Warum führt ein Unternehmen wie Visa einen Aktiensplit durch?

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Mrz 132015
 

Aktienhandel Musterdepot update 120315

Der DAX ist weiter im Rallye-Modus und markiert ein Allzeithoch nach dem Anderen. Ich bin der letzte der hier in die Partysuppe spucken will und traue dem DAX durchaus noch einiges Weiteres an Plus zu, aber … . Dieses „aber“ muss aber nun kommen. Der Markt ist mehr als ordentlich gelaufen und wird, wenn auch nicht gleich zu einer großen Korrektur, zu einer Verschnaufpause ansetzen müssen. Die Frage ist nur wann und wie sich das dann in Zahlen ausdrückt.

Noch sind wir davon entfernt das in der Boulevardpresse wieder ganz heiße Aktientipps gegeben werden, aber weit scheinen wir nicht mehr entfernt, wenn ich die Stimmung in einigen Foren mitbekomme. Wenn die Euphorie weiterhin so ansteigt ist dies ein gutes Signal etwas mehr Vorsicht walten zu lassen.

Dies ist auch einer der Gründe warum wir im Musterdepot die Stopkurse weiter anpassen und so weitere Gewinne absichern. Mehr zu dein Einzelwerten im Musterdepot und was mit den Stop/Loss-Kursen geschieht, wie immer, im Videoupdate:

Ausbildung Aktienhandel und Musterdepot

Mrz 102015
 

Hebel, Optionen, OptionsscheinDer Aktienmarkt ist in Zeiten der Niedrigzinsen für den Anleger so gut wie unumgänglich.

Viele Privatanleger suchen, wenn sie einmal die Scheu vor dem Wertpapiermarkt überwunden haben, nach noch höheren Gewinnchancen bei den Hebelprodukten.

Hinter jeder erhöhten Chance verbirgt sich aber auch ein erhöhtes Risiko.

Der Hebel für Optionsscheine und andere Produkte

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Mrz 072015
 

Afrika Visa Master CardIn Deutschland ist die Nutzung von „Plastik“ zum Bezahlen nicht ganz so verbreitet wie in anderen Ländern Europas oder in Nordamerika. In den USA ist es sogar eher ungewöhnlich überhaupt Bargeld mit sich zu führen. Man zahlt halt mit Karte und diese wird auch so gut wie überall akzeptiert. Aber wer nun vorschnell den Begriff Kreditkarte verwendet liegt eigentlich falsch, denn …

Visa und Master Card sind keine Kreditkarten

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