Nov 222014
 

Orderzusätze sind ein sehr wichtiges und hilfreiches Instrument um den Kauf und Verkauf von Aktien zu steuern. Mit dem Einsatz der verschiedenen Orderarten können Sie so die Börsengeschäfte kalkulierbar machen und mit Hilfe von Positionsgrößen- und Risikoberechnung ein Moneymanagement einhalten.

Leider nutzen viele Privatanleger die Möglichkeiten, die die Orderzusätze bieten nicht, oder, was noch schlimmer ist, kennen diese gar nicht. Dieser Überblick über die wichtigsten Orderarten schafft Abhilfe.

Die Market-Order – schnelle Ausführung, keine Steuerung

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Nov 072014
 

adidasgroup_logo_bwpAnleger die in adidas investiert sind hattten in 2014 ein, milde gesagt, schwieriges Jahr zu durchleben. Nach der Vorlage des Geschäftsberichtes am 06.11.2014 zeigte der Kurs des Sportartikelherstellers aus Herzogenaurach ein erfreuliches Lebenszeichen. Dennoch von den Höchstständen bei ca. 93,00 € ist die Aktie weiterhin weit entfernt.

Ein guter Grund sich den Geschäftsbericht und die Aussagen von Firmenchef Herbert Hainer etwas näher anzuschauen.

Das Zahlenwerk von adidas nach 9 Monaten in der Übersicht:

Adidas vermeldet, dass der Konzernumsatz im dritten Quartal währungsbereinigt um 9% wächst. In den ersten neun Monaten 2014 steigt der Währungsbereinigte Konzernumsatz um 6 %. Hier zeigt sich das adidas im letzten Quartal wieder eine Umsatzsteigerung vollziehen konnte ein Punkt der Anleger beruhigen sollte.

Adidas und Reebok verzeichnen Umsatzzuwächse von 12% bzw. 7% in Q3. Negative Währungseffekte und schwacher Golfmarkt belasten weiterhin Konzerngewinn.

Starke Dynamik in Lateinamerika, Europäischen Schwellenländern und China mit währungsbereinigten Zuwächsen um 22% bzw. 20% bzw. 10%. Bis hierhin liest sich das Ergebnis äußerst erfreulich.

 

Dann kommt aber der Bereich in dem adidas in der Zukunft zeigen muss, dass die Umstrukturierungen auch wirklich greifen. Die Operative Marge verringert sich um  2,2PP auf 8,3%, das verwässerte und unverwässerte Ergebnis je Aktie geht um 21% auf 3,01 € zurück. Trotz dieser empfindlichen Rückgangs beim Ergebnis je Aktie bestätigt der Vorstand die Prognose für das Gesamtgeschäftsjahr.

 

Vorstandsvorsitzender Herbert Hainer zu den Zahlen und den Aussichten

hhainer2_0088kleinAn der Börse zählen aber nicht nur die Zahlen der Vergangenheit, sondern (oder besser besonders) die Aussichten die das Unternehmen liefert und so lohnt sich ein Blick auf die Aussagen die der Vorstandsvorsitzende von adidas in seiner Rede zur Veröffentlichung der Geschäftszahlen getätigt hat.

“Unser Konzern hatte ein solides drittes Quartal mit beschleunigten Wachstumsraten in vielen wichtigen Märkten und Kategorien”, sagt Herbert Hainer, Vorstandsvorsitzender der adidas Gruppe. “Gleichzeitig sind wir unsere wichtigsten Herausforderungen energisch angegangen: Wir restrukturieren und stabilisieren TaylorMade-adidas Golf, wir passen unsere Geschäftstätigkeit in Russland/GUS an und wir intensivieren unser Bestreben, in den USA auf einen dynamischen Wachstumspfad zurückzukehren.”

Ok, natürlich betont Herr Hainer, dass das Wachstum wieder zunimmt und die Anleger keine weiteren Rückgänge befürchten müssen, wichtiger jedoch erscheint, dass Probleme erkannt worden sind und nun an einer Lösung gearbeitet wird. Daher ist auch die Ausrichtung die Herbert Hainer für 2015 vorgibt von entscheidender Bedeutung.

Ausbildung Aktienhandel und Musterdepot

Herbert Hainer: “Im Sport sind Taktik und Willenskraft entscheidende Faktoren, um erfolgreich zu sein und zu gewinnen. Beides wollen wir tun. Wir gehen davon aus, dass der Konzernumsatz im Jahr 2015 im mittleren einstelligen Bereich wachsen wird. Wir werden den Gewinn stärker steigern als den Umsatz. Gleichzeitig werden wir das Jahr 2015 nutzen, um die Grundlagen für unseren nächsten strategischen Geschäftsplan zu schaffen. Dabei wollen wir die umfangreichen Kompetenzen, die wir im Rahmen von Route 2015 aufgebaut haben, mit noch mehr Energie und Entschlossenheit einsetzen, um das volle Potenzial unserer Marken freizusetzen. Diese Zukunftsvision für die adidas Gruppe werden wir Ihnen im März 2015 präsentieren.“

Einschätzung von adidas nach den Zahlen und den Worten des Vorstandes

Adidas hat in 2014 die Anleger enttäuscht, daran gibt es nix zu rütteln. Auch wenn der Konzern im Bereich Fußball, nach der Weltmeisterschaft 2014, mit einem Rekordumsatz von 2 Milliarden € rechnet, haben die Probleme um die Golfsparte, der immer noch schleppende Umbau bei Reebok und die, durch politische Umstände bedingten, Probleme im russischen Markt, adidas 2014 zum Wert mit der schlechtesten Performance im DAX 30 gemacht.

 

Nun scheinen aber alle negativen Schlagzeilen in den Aktienkurs eingepreist zu sein und die „Zukunftsvision“ von adidas lässt Anleger hoffen. Allerdings wird diese „Vision“ erst im März 2015 genauer vorgestellt.

 

Charttechnisch hat die Aktie von adidas im Bereich bei 53,50 € einen Boden ausgebildet. Die nächsten Widerstände liegen bei 60,46 € und 62,20 €. Für spekulative Anleger bietet adidas zurzeit sicherlich reichlich potential. Konservative Anleger sollten warten bis die Kurslücke von Ende Juli, zwischen 64,20 € und 70,00 € in Angriff genommen wird. Langfristig scheint adidas aber die Probleme erkannt zu haben und bietet reichlich Potential im Aktienkurs, auch wenn die Rückeroberung der alten Höchststände über 90,00€ wohl noch ein wenig auf sich warten lassen wird.

Nov 052014
 

Je nach dem zu welchem Zweck die Bilanz erstellt wird gilt es unterschiedliche Vorgaben einzuhalten. Die bereinige Bilanzsumme geht aus der sogenannten Strukturbilanz hervor. Die bereinigte Bilanzsumme wird in vielen Formeln der Betriebswirtschaft als Grundlagen eingesetzt, so zum Beispiel bei der Berechnung der wichtigen Eigenkapitalquote.

Bereinigte Bilanzsumme: wofür sie benötigt wird

Das Wort Bilanz leitet sich aus dem italienischen Wort „bilancia“ ab, was so viel wie „Waage“ bedeutet.

In einer Bilanz werden die Zahlen also in der Waage gehalten. So kann der Firmenwert übersichtlich und, nach den jeweiligen Auflagen, zur Bewertung der Geschäftslage dargestellt werden. Continue reading »

Okt 302014
 

Der DAX hat diese Woche die wichtige Marke bei 8.900 Punkten in dieser Woche verteidigen können und die 9.000er Punkte Marke derzeit auch wieder überschritten. Wie nachhaltig diese Gegenbewegung ist muss sich in den nächsten Tagen aber noch herausstellen.

Im Musterdepot wurde der Wert von Fraport, mit einem kleinem Plus von 1,13% ausgestopt. Visa liegt zum Zeitpunkt als das Update erstellt wurde mit 9,38 % ( aktuell 14 %) im Plus, hier wurde der Stop/Loss ja schon in den Gewinnbereich nachgezogen. Die Daimler AG befindet sich vor einem charttechnischen Widerstand, der erst genommen werden muss, bevor wir auch hier den Stop-Kurs ins Plus nachziehen können.

Neu aufgenommen wurden 80 Stücke der Corning Inc. (WKN 850808). Der Hersteller von Spezialglas dürfte den wenigsten bekannt sein. Ein Bild vom Unternehmen können Sie sich auf der Homepage von Corning (auf Englisch) machen. Die Produkten von Corning werden in den Handys von Apple wie von Samsung verbaut, sowie in vielen LCD-Bildschirmen und anderen Touchscreengeräten.

Ausbildung Aktienhandel und Musterdepot

Corning hat am 28.10. die Q3-Zahlen vermeldet, die besser als erwartet ausgefallen sind. Die Verkäufe sind um 26 % gestiegen und der Gewinn je Aktie von 0,33 US-$ auf 0,44 US-$ angestiegen. Zudem wird Corning am 20 November mit Gorilla Glas 4 ein neues Prudukt in den Markt bringen. Hier ist nicht nur die Nachfrage der Handyhersteller von Interesse, sondern auch, dass mit Gorilla Glas 4 eine höhere Preisstabiliät erreicht werden soll.

Alles weitere zu den Werten im Musterdepot und zur Neuaufnahme, wie immer, im Videoupdate:

Okt 292014
 

Corning Incorporated ist ein Spezialglashersteller aus den USA. Warum ist Corning nun so interessant? Auch wenn das Unternehmen selber den meisten Anlegern unbekannt ist so hält doch jeder täglich Dinge in der Hand in denen die Produkte von Corning verbaut sind.

Corning Inc.: Unbekannt und doch in jeder Hand

Corning stellt unter anderem das Glas für die Displays von iPhone und Samsung Handys her. Mit 160 Jahren Firmengeschichte ist Corning allerdings kein High-Tech-Stzartup, sondern ein solide gewachsenes Unternehmen mit einer breiten Produktpalette.

Die Produkte von Corning werden nicht nur in der Display-Herstellung für Handys, Laptops und LCD-Fernseher eingesetzt. Sie werden auch in Glasfaserkabeln, Filtern zur Abgaskontrolle, Messtechnik bis hin zur Raumfahrt genutzt.

Corning hat gute Q3 Zahlen präsentiert

Die Zahlen die am 28.10.2014 für das Q3 von Corning präsentiert wurden, waren besser als der Markt erwartet hatte. Die Verkäufe stiegen um 23 % nach GAAP und der Gewinn je Aktie stieg von 0,28 US-$ auf 0,72 US-$ nach GAAP, also um schlappe 157 %.




Der Kurs der Aktien von Corning hat dies im Handel mit einem kleinen Kurssprung von 4 % gewürdigt, aber es scheint noch reichlich Lust nach oben zu sein.

Neues Produkt soll den Umsatz weiter stärken und die Margen sichern

Am 20. November wird Corning mit Gorilla Glas 4 ein neues Produkt in den Markt bringen. Gorilla Glas 4 wird unter anderem für Handydisplays eingesetzt werden und weit bruchfester sein als bisherige Displays.

Hiermit sollen nicht nur neue Umsätze generiert werden sondern auch die Marge im vom Preisdruck bestimmten Handymarkt angehoben werden.

Corning Inc. ist ein sehr aussichtsreiches Unternehmen und auf alle Fälle ein Kandidat für unser Musterdepot.

Okt 282014
 

Apple Pay ist der neuste Clou von Apple Chef Tim Cook. Mit Apple Pay können Besitzer eines neuen iPhones bequem mit dem Fingerabdruck anstelle der Eingabe einer PIN-Nummer bezahlen.

Apple Pay ist bequem und scheint die Nutzer zu begeistern

Mit der NFC (Near Field Communication) Technologie können Besitzer eines neuen IPhones einfach mit ihrem Daumenabdruck an der Kasse zahlen. Das Zücken der Kreditkarte und die Eingabe einer PIN-Nummer fällt mit dieser neuen Technik weg und macht dem Kunden den Bezahlvorgang einfacher. Da viele Kunden mittlerweile ihr Handy sowieso immer in der Hand haben wird diese Neuerung von Appleuser gut angenommen. In den ersten Tagen haben sich gute eine Millionen Nutzer für Apple Pay registriert.

Gegenwind kommt von den Einzelhändlern in den USA

Jedoch nicht alle Marktteilnehmer scheinen die neuen Möglichkeiten die Apple Pay bietet mit einem „Halleluja“ zu begrüßen. So haben die großen Drogerieketten-Betreiber Rite-Aid und CVS die Möglichkeit mit Apple Pay zu zahlen in ihren Filialen schon nach wenigen Tagen wieder abgeschafft.

Hintergrund ist das eine Reihe großer Einzelhändler in den USA, darunter Wal Mart, Best Buy und Sears an einem alternativen Bezahlsystem für Mobiltelefone arbeiten. Das sogenannte CurrentC-System beruht auf einer einfacheren Technik und ermöglicht somit auch Kunden mit älteren Mobilfunkgeräten und nicht Applekunden die Nutzung dieses Dienstes. Zudem soll CurrentC eine Banklastschrift auslösen und so die Gebühren der Kreditkartenbetreiber, die von Einzelhändler sonst bei jedem Bezahlvorgang entrichtet werden müssen, zu umgehen.

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Wird Alibaba zum Partner für Apple Pay?

Es gibt aber auch positive Nachrichten zum neuen Bezahldienst Apple Pay. So zeigte sich Jack Ma, der Chef von Alibaba, auf einer Konferenz in Kalifornien an einer Zusammenarbeit mit Apple Pay interessiert. Dies könnte Apple eine Tür zum bisher verschlossenen chinesischen Markt öffnen. Die 300 Millionen Alibaba-Kunden wirken verheißungsvoll, jedoch Jack Ma ist ein äußert guter Geschäftsmann und wird sich in einem möglichen Deal sicherlich nicht die Butter vom Brot nehmen lassen.

Mobiles bezahlen wird kommen, aber Apple wird nicht allein auf weiter Flur bleiben

Apple hat mit Apple Pay einen Meilenstein gesetzt, allerdings ist dieser nicht komplett ohne Widerstand. Die Frage was Apple mit den, durch den Dienst erhobenen, Kundendaten macht ist bisher nicht vollständig beantwortet worden.

Die mögliche Zusammenarbeit mit Alibaba ist bisher nur eine vage Andeutung und es ist damit zu rechnen das Google mit dem Android (immer noch das meistgenutzte Betriebssystem auf Mobilfunkgeräten) und auch das wiederbelebte Unternehmen Black Berry (welches schon immer für eine hohe Datensicherheit bekannt ist) nachlegen werden und Druck auf Apple ausüben werden.

Okt 262014
 

Lange und mit Spannung wurde auf die Ergebnisse des Stresstest für die Banken in der Eurozone gewartet worden. Nun haben die EZB (Europäische Zentral Bank) und EBA (Europäische Bankenaufsicht) die Ergebnisse veröffentlicht.

130 Banken in der Eurozone wurden überprüft: 25 fallen durch

Der Stresstest der EZB ist durchgeführt worden um festzustellen, welche Geldinstitute über genügend Eigenkapital verfügen um im Krisenfall, auch ohne Staatshilfen, weiter bestehen zu können.

Durchgefallen sind folgende Banken:

  • Eurobank
  • Monte dei Paschi di Siena
  • National Bank of Greece
  • Banca Carige
  • Cooperative Central
  • Banco Comercial Português
  • Bank of Cyprus
  • Österreichischer Volksbanken-Verbund
  • Permanent tsb
  • Credito Valtellinese
  • Dexia
  • Banca Popolare di Sondrio
  • Hellenic Bank
  • Münchener Hypothekenbank
  • AXA Bank Europe
  • R.H. – Caisse de Refinancement de l’Habitat
  • Banca Popolare dell’Emilia Romagna
  • Nova Ljubljanska banka Liberbank
  • Nova Kreditna Banka Maribor
  • Veneto Banca
  • Banco Popolare
  • Banca Popolare di
  • Banca Popolare di Vicenza
  • Piraeus Bank

Die einzige deutsche Bank die den Stresstest nicht bestanden hat ist die Münchner Hypothekenbank. Hier meldet jedoch die Bundesbank und die Finanzaufsicht Bafin, dass das Geldhaus das Eigenkapital schon deutlich erhöht habe und die Kapitallücke somit geschlossen sei. Damit dürfte der Banken Stresstest für alle deutschen Banken im Nachhinein folgenlos bleiben.

Okt 242014
 

Amazon, der weltweit führende Onlinehändler, legte am Donnerstag die Quartalszahlen vor und schockierte die Anleger. Auch die Aussichten für das, gewöhnlich gewinntreibende Weihnachtsgeschäft, sind so schwammig, dass sie die Anleger nicht überzeugen können. Der Kurs der Amazon Aktien brach im späten Handel am Donnerstag um über 10 % ein.

Amazon hoher Verlust und schwammige Aussichten

Für das letzte Quartal hat Amazon einen Verlust von 437 Millionen US-Dollar ausgewiesen. Dies hat auch die an schwache Zahlen gewohnten Amazon Anleger negativ überrascht. Zudem viel die Aussage für das wichtige Weihnachtsgeschäft mehr als schwammig aus. Man rechnet mit einem Ergebnis zwischen einem Minus von 570 Millionen US-Dollar und einem Plus von 430 Millionen US-Dollar. Eine klare Aussage zur Geschäftsentwicklung sieht anders aus.

Amazons Wachstumsstory scheint zu bröckeln

Durch eine aggressive Expansionsstrategie hat Amazon Chef Jeff Bezos das Unternehmen zum weltweit führenden Onlinekaufhaus gemacht und diese Position in den letzten Jahren auch verteidigt. Diese Wachstumsphantasien haben Anleger ein KGV nahe der 700 akzeptieren lassen.

Doch das weitere Wachstum scheint begrenzt, das klassische Geschäft von Amazon scheint und Europa und den USA an seine Grenzen zu stoßen und neue Strategien, wie Mediastreaming-Dienste oder das Handygeschäft bringen nicht den erwarteten Erfolg.

Der dynamisch wachsende chinesische Markt bleibt Amazon weitestgehend verschlossen, schlimmer noch in diesem Jahr wurde der chinesische Onlinegigant Alibaba an die US-Börsen gebracht. Die neue Konkurrenz aus Fernost verfügt über genügend finanzielle Mittel um nicht nur im asiatischen Markt, sondern auch im Heimatmarkt von Amazon zu einem ernsthaften Wettbewerber zu werden.

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Amazons Handy „Fire“ floppt bei der Markteinführung

Einen neuen Schub für Umsatz und Gewinn sollte das, im Sommer vorgestellten, Amazon Handy „Fire“ bringen. Der hart umkämpfte und von Apple und Samsung dominierte Handymarkt zeigte sich jedoch schwerer zu erobern als von Amazon berechnet.

Das „Fire“ fand keine große Nachfrage und schon nach wenigen Wochen wurde der Preis für das Amazon Handy gesenkt um zumindest einige Nutzer vom „Fire“ zu überzeugen. Der Handymarkt in einem intensiven Preiskampf der die Margen für alle Anbieter schrumpfen lässt und mit Blackberry gewinnt ein, schon totgesagtes Unternehmen, erneut Marktanteile zurück.

Das neue Handy Geschäft bei Amazon führe so zu einer Abschreibung in Höhe von 170 Millionen US-Dollar und die Aussichten, dass sich das Blatt hier bald wendet scheinen arg begrenzt.

Amazon Aktie ist kein Selbstläufer mehr

Der jüngste Kurseinbruch ist keine Überraschung und die Aktie von Amazon hat wohl den Nimbus als Selbstläufer verloren. Anleger scheinen mittlerweile ein KGV von 600 und mehr nicht hinzunehmen ohne die Story zu hinterfragen. Von den Höchstkursen bei über 400 US Dollar ist der Kurs mittlerweile fast 30 % zurückgekommen und für eine Trendwende muss das Unternehmen sich wohl zunächst eine neue „Wachstumsstory“ mit größerer Nachhaltigkeit überlegen.

Okt 232014
 

Nach dem vor einer Woche der DAX sogar die Marke von 8.400 Punkten intraday unterschritten hatte, war die Stimmung auf dem Paket mehr als bedenklich. Ein weiterer und noch deutlicher Abwärtsmove schien möglich und sogar wahrscheinlich. Positiv ist zu bewerten das dieser “Abrutscher” nur intraday gahlten hat und zum Handelschluss die 8.500 Punkte wieder deutlich überschritten wurden.

Seit dem macht der DAX eine kleine Erholungsbewegung, aber von einer wirklich positiven Stimmung im Markt sind wir weiterhin noch weit entfernt. Wichtig wird es nun sein die 8.900 Punkte Marke zu verteidigen um dann eine weitere Aufwärtsbewegung wieder zu ermöglichen.

Im Musterdepotu haben wir die Stop/Loss Kurse bei Visa und Fraport angepasst und somit beide Werte aus dem Risiko herausgenommen. Bei Visa liegt der neue Stop/Loss nun bei 164,40 € und bei Fraport bei 48,50 €. Bei Fraport sind wir im frühen Handel sehr nahe an den Stop-Kurs herangelaufen, dann hat der Wert aber bei 48,52 (erstmal) wieder nach oben gedreht.

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Als Neuaufnahmen sind heute 25 Stücke der Daimler AG ( WKN 710000) ins Musterdepot aufgenommen worden. Der Kaufkurs lag bei 59,54 € und der Stop/Loss ist bei 57,63 gesetzt. Die heute vermeldeten Quartalszahlen waren schon weitestgehend eingepreist und eine neuerliche (positive) Überraschung blieb aus. Dennoch sollte ein Absatzrekord bei den Fahrzeugen und eine Steigerung des operativen Egebnis (EBIT)und rund 20 % mittelfristig für weiter steigende Kurse sorgen.

Alles weitere zum DAX und den Werten im Musterdepot, wie gewohnt, im Videoupdate:

Okt 222014
 

Tesla Chef und Gründer Elon Musk ist bekannt dafür Schlagzeilen zu schreiben. Egal ob er die Patente für seine Elektroautos offenlegt oder in einem Kommentar den Aktienkurs des eigenen Unternehmen für „ein wenig zu hoch“ bewertet.

Diesmal kommen die Schlagzeilen aber aus Deutschland, Daimler verkauft seine Anteile an Tesla.

Daimler beendet die Finanzbeteiligung an Tesla

Daimler hatte sich 2009 als Großaktionär an Tesla beteiligt. 9,1 % sicherte sich Daimler am zukunftsträchtigen Elektroautohersteller aus den USA. Wenige Monate später wurden 40 % dieser Beteiligung an die, in Abu Dhabi beheimatete, Aabar Investments PJS veräußert.

Nach dem Börsengang ist der Anteil den Daimler an Tesla hielt, durch weitere Kapitalerhöhungen, auf 4 % geschrumpft. Diese 4 % werden nun veräußert und dürfte rund 780 US-$ in die Kassen von Daimler spülen.

Daimler betont: Die Zusammenarbeit mit Tesla geht weiter

Daimler sei „mit der Entwicklung unserer Beteiligung an Tesla außerordentlich zufrieden. Für unsere Partnerschaft und Zusammenarbeit ist eine Finanzbeteiligung an Tesla aber nicht notwendig“ sagt Finanzchef Bodo Uebber. Auch der Vorstandsvorsitzende Dieter Zetsche sagt: „Die Partnerschaft mit Tesla ist sehr erfolgreich und wird auch künftig fortgesetzt“.

Bisher liefert Tesla den Antriebsstrang für die elektrische B-Klasse. Eine weitergehende Zusammenarbeit dürfte aber für Daimler lohnenswert bleiben, immerhin hat Tesla es geschafft Elektroautos von „kleinen Kisten für Öko-freaks“ zu Statussymbolen der Oberklasse mit einer akzeptablen Reichweite zu erheben.

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Daimler auf guten Kurs

Daimler hat den Verkauf der Tesla Anteile keines falls getätigt um einen „Notgroschen“ für die Expansion und Modernisierung der eigenen Werke zur Hand zu haben. Die zuletzt veröffentlichten Geschäftszahlen haben gezeigt, dass die neuen Modelle von Daimler gut um Markt ankommen und das Unternehmen hatte zu dem mit einem hohen Free Cash-Flow überrascht.

Es scheint mehr das Daimler sich wieder auf das eigene Geschäft konzentrieren will, dies zeigte schon der Verkauf der Beteiligung am Rüstungs- und Luftfahrtunternehmen EADS (heute Airbus). Diese Fokussierung auf das Kerngeschäft kann bei dem Plan die Wettbewerber VW und BMW, in der Premiumklasse der PKW-Hersteller, wieder einholen zu wollen, nur hilfreich sein.