Nov 182014
 

nokia_n1_perspectives_-_appNokia, der ehemalige Star am Himmel der Mobiltelefone, hat in den letzten Jahren eine harte Zeit des Wandels hinter sich. Nachdem das Unternehmen den Anschluss durch das Aufkommen von Touchscreen-Geräten verloren hatte ging der Kurs der Nokia-Aktien in den Keller, ganz tief in den Keller.

Von weit über 60,00 € ging der Kurs weiter und weiter Bergab, bis auf knapp an die Grenze zum Pennystock.

Auch die Entwicklung eines technisch hochwertigen Smartphones, dem Lumia, brachte nicht die erhoffte Rückkehr in die Spitzengruppe der Handyhersteller. Der Markt wird weiterhin von Apple und Samsung beherrscht.

Nokia musste handeln und verkaufte die Smartphonesparte an Microsoft, dessen Betriebssystem auf den Lumiageräten eingesetzt wurde. Micorsoft hat zunächst die Vermarktung weiter unter dem Markennamen Nokia geführt, dies aber mittlerweile auch abgeändert. Nokia war somit, für den Endkunden, als Geräteanbieter vom Markt verschwunden.

Heute am 18.11.2014 verkündet Nokia aber die Rückkehr in den Markt der mobilen Kommunikationswelt. Mit dem „N1“ bringt Nokia ein Tablet auf dem Markt. Das mit einem 7,9 Zoll Display ausgestatte Gerät soll für einen Preis von 249,00 US-$ zunächst in China auf den Markt kommen und bietet für diesen Preis ein ansprechendes Leistungspaket. Knapp 320 Gramm wiegt das Gerät und versteckt in einem 7 mm dünnen Allugehäuse einen 2,3 GHz Vierkernprozessor, 2 MB Arbeitsspeicher und 32 GB Speicherplatz für Dateien. Mit Andriod 5.0 wird auf das beliebte Betriebssystem aus dem Hause Google gesetzt.

Die Produkteinführung dürfte von Anlegern mit Spannung verfolgt werden. Auch wenn der Kurs der Aktie von Nokia sich von den Tiefstständen wieder ordentlich erholt hat, von alten Hochs ist man doch noch Welten entfernt. Es bleibt abzuwarten wie das neue Gerät im preissensitiven chinesischen Markt angenommen wird. Aber es scheint Nokia will, mit Geräten und auch am Aktienmarkt, zurück in den Fokus der Öffentlichkeit finden.

Nov 142014
 

Unser Musterdepot liegt mit erfreulichen 6,61 % im Plus. Besonders die Visa, mit einem aktuellen Plus von über 27 % zeigt sich stark. Bei Daimler sind wir im Verlauf des gestrigen Handelstages nahe an unseren Stop/Loss herangelaufen, haben diesen aber nicht berührt.

Aktien Musterdepot 13 Nov 2014

Bei Corning wird es nächste Woche spannend wenn die offizielle Vorstellung des Gorilla Glas 4 durchgeführt wird. Das Glas, welches in IPhones wie in Samsung, Nokia und LG Geräten verbaut wird, verfügt über eine höhere Bruchfestigkeit und kann somit dünner verarbeitet werden oder eine weit höhere Stabilität gegen Beschädigungen des Touchscreen bieten. Corning rechnet mit einer Margensteigerung durch die Einführung von Gorilla Gals 4. Ein Interview auf Blomberg TV (in englischer Sprache) mit dem Finanzvorstand, James Flaws, von Corning finden Sie unter diesem Link.

Ausbildung 250x188Die Neuaufnahmen der letzten Wochen haben sich kaum bewegt. Sowohl Gerry Weber, wie auch Disney bewegen sich leicht unterhalb des Einstiegskurses und es gibt hier keinen Handlungsbedarf.

Ein genauerer Blick auf den DAX und die Einzelwerte im Musterdepot im Videoupdate:

 

 

Nov 112014
 

Mit Hella ist am 11.11.2014 ein weiterer deutscher Automobilzulieferer an die Börse gegangen. Der Emissionspreis lag mit 26,50 € in der Mitte der angepeilten Preisspanne von 25,00 € bis 28,00 €. Ein solide gewählter Emissionspreis, der aber auch zeigt, dass keine übertriebene „Hurra-Stimmung“ wie bei den Börsengängen von Zalando oder Rocket-Internet herrscht.

Ein solcher Hype wäre bei einem Traditionsunternehmen wie Hella aber auch ungerechtfertigt. Mit einer über 100-jährigen Firmengeschichte lässt sich wohl kaum von einem Start-Up Unternehmen sprechen. Der erste Kurs lag bei 27,50 € und somit erfreulich über dem Emissionspreis. Der Börsengang von Hella kann also als Erfolg bezeichnet werden.

Hella: ein solides Familien-Unternehmen

Hella ist ein Familienunternehmen dessen Geschichte bis in das Jahr 1899 zurückgeht. Mit der Ausrichtung auf Lichttechnik und Fahrzeugelektronik beschäftigt Hella über 30.000 Mitarbeiter in über 100 Standorten, die sich auf 35 Länder weltweit verteilen.

Mit einem hohen Investitionsaufwand und reichlich Manpower (über 5.800 Mitarbeiter arbeiten im Bereich Forschung und Entwicklung) sichert Hella sich seit Jahren einen Namen als Technologieführer und einen Platz unter den Top-50 Automobilzulieferern weltweit. (Weitere Informationen zu Hella finden Sie auf der Unternehmens-Homepage)

Geschäftsentwicklung und Zahlen zum Börsengang von Hella

Die Geschäftsentwicklung von Hella liest sich wie ein Bilderbuch für Anleger. Vom Geschäftsjahr 2012/2013 zum Geschäftsjahr 2013/2014 ist das Unternehmen in allen relevanten Geschäftsbereichen gewachsen und dies recht deutlich. Der Umsatz erhöhte sich um 11 %, das EBIT stieg um 17 % (EBITDA 18 %) und das Konzernergebnis um 12 %.

Mit nur 15 % Streubesitz nach dem IPO, werden Kurssteigerungen alleine für eine Aufnahme in den MDAX nicht ausreichen. Um dieses, vom Unternehmen angepeilte, Ziel zu erreichen muss der Streubesitz auf mindestens 30 % erhöht werden. Wie der Finanzvorstand des Unternehmens in einem Interview mitteilte soll dies durch „kursschonende“ Maßnahmen erreicht werden.

Eine Dividende ist geplant, das Unternehmen will 30 % des Jahresüberschuss als Dividendenzahlung ausschütten, sieht sich aber trotzdem nicht als Dividendenpapier sondern als Wachstumswert an der Börse.

Unsere Einschätzung zu Hella nach dem Börsengang

Mit Hella ist ein weiterer interessanter Wert in der deutschen Börsenlandschaft zu begrüßen. Ein solide geführtes Unternehmen, welches durch seine hervorragende Aufstellung, gerade in den Wachstumsmärkten in China, Asien und Afrika weiterhin hervorragende Wachstumsaussichten hat.

Es ist nicht mit einer „Explosion“ des Aktienkurses zu rechnen, allerdings scheinen große Kursrückschläge auch weitestgehend ausgeschlossen. Wir warten zunächst die ersten Handelstage ab und denken dann über eine Aufnahme von Hella in unser Musterdepot nach. Erste Kursziele für Hella würden im Bereich 30,00 bis 32,50 € liegen.

Nov 082014
 

In unserem Musterdepot liegen alle bisherigen Werte im Plus und bei Visa ist es an der Zeit den Stop/Loss weiter anzupassen und so weitere Gewinne abzusichern.

Als Neuaufnahmen sind heute 40 Stücke von Gerry Weber International (WKN 330410) zum Kurs von 29,23 € ins Musterdepot aufgenommen worden. Der Stop/Loss ist bei 27,30 € gesetzt und liegt damit 6,6 % vom Einstiegskurs entfernt. Gerry Weber hat gerade die Umsatz und Gewinnprognose für das laufende Jahr nach unten angepasst und ist dafür an der Börse gehörig abgestraft worden. Allerdings scheint nun ein Boden gefunden und die mittel- und langfristigen Aussichten lassen auf wieder steigende Kurse bei Gerry Weber schließen.

Als zweite Neuaufnahme sind 20 Stücke von Walt Disney (WKN 855686) ins Musterdepot aufgenommen worden. Das Unternehmen wird heute die Jahreszahlen veröffentlichen. Neben den erwarteten guten Zahlen wird auch das Weihnachtsgeschäft und hier vor allem die Artikel rund um den Dinsney Film “Frozen”, die Kassen gehörig klingeln lassen und ich rechne mit weiteren Kurssteigerungen in den letzten Wochen des Handelsjahres.

Mehr zu den Einzelwerten um Musterdepot und den Neuaufnahmen, wie gewohnt, im Videoupdate:

Ausbildung Aktienhandel und Musterdepot

Nov 072014
 

adidasgroup_logo_bwpAnleger die in adidas investiert sind hattten in 2014 ein, milde gesagt, schwieriges Jahr zu durchleben. Nach der Vorlage des Geschäftsberichtes am 06.11.2014 zeigte der Kurs des Sportartikelherstellers aus Herzogenaurach ein erfreuliches Lebenszeichen. Dennoch von den Höchstständen bei ca. 93,00 € ist die Aktie weiterhin weit entfernt.

Ein guter Grund sich den Geschäftsbericht und die Aussagen von Firmenchef Herbert Hainer etwas näher anzuschauen.

Das Zahlenwerk von adidas nach 9 Monaten in der Übersicht:

Adidas vermeldet, dass der Konzernumsatz im dritten Quartal währungsbereinigt um 9% wächst. In den ersten neun Monaten 2014 steigt der Währungsbereinigte Konzernumsatz um 6 %. Hier zeigt sich das adidas im letzten Quartal wieder eine Umsatzsteigerung vollziehen konnte ein Punkt der Anleger beruhigen sollte.

Adidas und Reebok verzeichnen Umsatzzuwächse von 12% bzw. 7% in Q3. Negative Währungseffekte und schwacher Golfmarkt belasten weiterhin Konzerngewinn.

Starke Dynamik in Lateinamerika, Europäischen Schwellenländern und China mit währungsbereinigten Zuwächsen um 22% bzw. 20% bzw. 10%. Bis hierhin liest sich das Ergebnis äußerst erfreulich.

 

Dann kommt aber der Bereich in dem adidas in der Zukunft zeigen muss, dass die Umstrukturierungen auch wirklich greifen. Die Operative Marge verringert sich um  2,2PP auf 8,3%, das verwässerte und unverwässerte Ergebnis je Aktie geht um 21% auf 3,01 € zurück. Trotz dieser empfindlichen Rückgangs beim Ergebnis je Aktie bestätigt der Vorstand die Prognose für das Gesamtgeschäftsjahr.

 

Vorstandsvorsitzender Herbert Hainer zu den Zahlen und den Aussichten

hhainer2_0088kleinAn der Börse zählen aber nicht nur die Zahlen der Vergangenheit, sondern (oder besser besonders) die Aussichten die das Unternehmen liefert und so lohnt sich ein Blick auf die Aussagen die der Vorstandsvorsitzende von adidas in seiner Rede zur Veröffentlichung der Geschäftszahlen getätigt hat.

“Unser Konzern hatte ein solides drittes Quartal mit beschleunigten Wachstumsraten in vielen wichtigen Märkten und Kategorien”, sagt Herbert Hainer, Vorstandsvorsitzender der adidas Gruppe. “Gleichzeitig sind wir unsere wichtigsten Herausforderungen energisch angegangen: Wir restrukturieren und stabilisieren TaylorMade-adidas Golf, wir passen unsere Geschäftstätigkeit in Russland/GUS an und wir intensivieren unser Bestreben, in den USA auf einen dynamischen Wachstumspfad zurückzukehren.”

Ok, natürlich betont Herr Hainer, dass das Wachstum wieder zunimmt und die Anleger keine weiteren Rückgänge befürchten müssen, wichtiger jedoch erscheint, dass Probleme erkannt worden sind und nun an einer Lösung gearbeitet wird. Daher ist auch die Ausrichtung die Herbert Hainer für 2015 vorgibt von entscheidender Bedeutung.

Ausbildung Aktienhandel und Musterdepot

Herbert Hainer: “Im Sport sind Taktik und Willenskraft entscheidende Faktoren, um erfolgreich zu sein und zu gewinnen. Beides wollen wir tun. Wir gehen davon aus, dass der Konzernumsatz im Jahr 2015 im mittleren einstelligen Bereich wachsen wird. Wir werden den Gewinn stärker steigern als den Umsatz. Gleichzeitig werden wir das Jahr 2015 nutzen, um die Grundlagen für unseren nächsten strategischen Geschäftsplan zu schaffen. Dabei wollen wir die umfangreichen Kompetenzen, die wir im Rahmen von Route 2015 aufgebaut haben, mit noch mehr Energie und Entschlossenheit einsetzen, um das volle Potenzial unserer Marken freizusetzen. Diese Zukunftsvision für die adidas Gruppe werden wir Ihnen im März 2015 präsentieren.“

Einschätzung von adidas nach den Zahlen und den Worten des Vorstandes

Adidas hat in 2014 die Anleger enttäuscht, daran gibt es nix zu rütteln. Auch wenn der Konzern im Bereich Fußball, nach der Weltmeisterschaft 2014, mit einem Rekordumsatz von 2 Milliarden € rechnet, haben die Probleme um die Golfsparte, der immer noch schleppende Umbau bei Reebok und die, durch politische Umstände bedingten, Probleme im russischen Markt, adidas 2014 zum Wert mit der schlechtesten Performance im DAX 30 gemacht.

 

Nun scheinen aber alle negativen Schlagzeilen in den Aktienkurs eingepreist zu sein und die „Zukunftsvision“ von adidas lässt Anleger hoffen. Allerdings wird diese „Vision“ erst im März 2015 genauer vorgestellt.

 

Charttechnisch hat die Aktie von adidas im Bereich bei 53,50 € einen Boden ausgebildet. Die nächsten Widerstände liegen bei 60,46 € und 62,20 €. Für spekulative Anleger bietet adidas zurzeit sicherlich reichlich potential. Konservative Anleger sollten warten bis die Kurslücke von Ende Juli, zwischen 64,20 € und 70,00 € in Angriff genommen wird. Langfristig scheint adidas aber die Probleme erkannt zu haben und bietet reichlich Potential im Aktienkurs, auch wenn die Rückeroberung der alten Höchststände über 90,00€ wohl noch ein wenig auf sich warten lassen wird.

Okt 302014
 

Der DAX hat diese Woche die wichtige Marke bei 8.900 Punkten in dieser Woche verteidigen können und die 9.000er Punkte Marke derzeit auch wieder überschritten. Wie nachhaltig diese Gegenbewegung ist muss sich in den nächsten Tagen aber noch herausstellen.

Im Musterdepot wurde der Wert von Fraport, mit einem kleinem Plus von 1,13% ausgestopt. Visa liegt zum Zeitpunkt als das Update erstellt wurde mit 9,38 % ( aktuell 14 %) im Plus, hier wurde der Stop/Loss ja schon in den Gewinnbereich nachgezogen. Die Daimler AG befindet sich vor einem charttechnischen Widerstand, der erst genommen werden muss, bevor wir auch hier den Stop-Kurs ins Plus nachziehen können.

Neu aufgenommen wurden 80 Stücke der Corning Inc. (WKN 850808). Der Hersteller von Spezialglas dürfte den wenigsten bekannt sein. Ein Bild vom Unternehmen können Sie sich auf der Homepage von Corning (auf Englisch) machen. Die Produkten von Corning werden in den Handys von Apple wie von Samsung verbaut, sowie in vielen LCD-Bildschirmen und anderen Touchscreengeräten.

Ausbildung Aktienhandel und Musterdepot

Corning hat am 28.10. die Q3-Zahlen vermeldet, die besser als erwartet ausgefallen sind. Die Verkäufe sind um 26 % gestiegen und der Gewinn je Aktie von 0,33 US-$ auf 0,44 US-$ angestiegen. Zudem wird Corning am 20 November mit Gorilla Glas 4 ein neues Prudukt in den Markt bringen. Hier ist nicht nur die Nachfrage der Handyhersteller von Interesse, sondern auch, dass mit Gorilla Glas 4 eine höhere Preisstabiliät erreicht werden soll.

Alles weitere zu den Werten im Musterdepot und zur Neuaufnahme, wie immer, im Videoupdate:

Okt 292014
 

Corning Incorporated ist ein Spezialglashersteller aus den USA. Warum ist Corning nun so interessant? Auch wenn das Unternehmen selber den meisten Anlegern unbekannt ist so hält doch jeder täglich Dinge in der Hand in denen die Produkte von Corning verbaut sind.

Corning Inc.: Unbekannt und doch in jeder Hand

Corning stellt unter anderem das Glas für die Displays von iPhone und Samsung Handys her. Mit 160 Jahren Firmengeschichte ist Corning allerdings kein High-Tech-Stzartup, sondern ein solide gewachsenes Unternehmen mit einer breiten Produktpalette.

Die Produkte von Corning werden nicht nur in der Display-Herstellung für Handys, Laptops und LCD-Fernseher eingesetzt. Sie werden auch in Glasfaserkabeln, Filtern zur Abgaskontrolle, Messtechnik bis hin zur Raumfahrt genutzt.

Corning hat gute Q3 Zahlen präsentiert

Die Zahlen die am 28.10.2014 für das Q3 von Corning präsentiert wurden, waren besser als der Markt erwartet hatte. Die Verkäufe stiegen um 23 % nach GAAP und der Gewinn je Aktie stieg von 0,28 US-$ auf 0,72 US-$ nach GAAP, also um schlappe 157 %.




Der Kurs der Aktien von Corning hat dies im Handel mit einem kleinen Kurssprung von 4 % gewürdigt, aber es scheint noch reichlich Lust nach oben zu sein.

Neues Produkt soll den Umsatz weiter stärken und die Margen sichern

Am 20. November wird Corning mit Gorilla Glas 4 ein neues Produkt in den Markt bringen. Gorilla Glas 4 wird unter anderem für Handydisplays eingesetzt werden und weit bruchfester sein als bisherige Displays.

Hiermit sollen nicht nur neue Umsätze generiert werden sondern auch die Marge im vom Preisdruck bestimmten Handymarkt angehoben werden.

Corning Inc. ist ein sehr aussichtsreiches Unternehmen und auf alle Fälle ein Kandidat für unser Musterdepot.

Okt 282014
 

Apple Pay ist der neuste Clou von Apple Chef Tim Cook. Mit Apple Pay können Besitzer eines neuen iPhones bequem mit dem Fingerabdruck anstelle der Eingabe einer PIN-Nummer bezahlen.

Apple Pay ist bequem und scheint die Nutzer zu begeistern

Mit der NFC (Near Field Communication) Technologie können Besitzer eines neuen IPhones einfach mit ihrem Daumenabdruck an der Kasse zahlen. Das Zücken der Kreditkarte und die Eingabe einer PIN-Nummer fällt mit dieser neuen Technik weg und macht dem Kunden den Bezahlvorgang einfacher. Da viele Kunden mittlerweile ihr Handy sowieso immer in der Hand haben wird diese Neuerung von Appleuser gut angenommen. In den ersten Tagen haben sich gute eine Millionen Nutzer für Apple Pay registriert.

Gegenwind kommt von den Einzelhändlern in den USA

Jedoch nicht alle Marktteilnehmer scheinen die neuen Möglichkeiten die Apple Pay bietet mit einem „Halleluja“ zu begrüßen. So haben die großen Drogerieketten-Betreiber Rite-Aid und CVS die Möglichkeit mit Apple Pay zu zahlen in ihren Filialen schon nach wenigen Tagen wieder abgeschafft.

Hintergrund ist das eine Reihe großer Einzelhändler in den USA, darunter Wal Mart, Best Buy und Sears an einem alternativen Bezahlsystem für Mobiltelefone arbeiten. Das sogenannte CurrentC-System beruht auf einer einfacheren Technik und ermöglicht somit auch Kunden mit älteren Mobilfunkgeräten und nicht Applekunden die Nutzung dieses Dienstes. Zudem soll CurrentC eine Banklastschrift auslösen und so die Gebühren der Kreditkartenbetreiber, die von Einzelhändler sonst bei jedem Bezahlvorgang entrichtet werden müssen, zu umgehen.

schnellsein201014 600x270

Wird Alibaba zum Partner für Apple Pay?

Es gibt aber auch positive Nachrichten zum neuen Bezahldienst Apple Pay. So zeigte sich Jack Ma, der Chef von Alibaba, auf einer Konferenz in Kalifornien an einer Zusammenarbeit mit Apple Pay interessiert. Dies könnte Apple eine Tür zum bisher verschlossenen chinesischen Markt öffnen. Die 300 Millionen Alibaba-Kunden wirken verheißungsvoll, jedoch Jack Ma ist ein äußert guter Geschäftsmann und wird sich in einem möglichen Deal sicherlich nicht die Butter vom Brot nehmen lassen.

Mobiles bezahlen wird kommen, aber Apple wird nicht allein auf weiter Flur bleiben

Apple hat mit Apple Pay einen Meilenstein gesetzt, allerdings ist dieser nicht komplett ohne Widerstand. Die Frage was Apple mit den, durch den Dienst erhobenen, Kundendaten macht ist bisher nicht vollständig beantwortet worden.

Die mögliche Zusammenarbeit mit Alibaba ist bisher nur eine vage Andeutung und es ist damit zu rechnen das Google mit dem Android (immer noch das meistgenutzte Betriebssystem auf Mobilfunkgeräten) und auch das wiederbelebte Unternehmen Black Berry (welches schon immer für eine hohe Datensicherheit bekannt ist) nachlegen werden und Druck auf Apple ausüben werden.

Okt 262014
 

Lange und mit Spannung wurde auf die Ergebnisse des Stresstest für die Banken in der Eurozone gewartet worden. Nun haben die EZB (Europäische Zentral Bank) und EBA (Europäische Bankenaufsicht) die Ergebnisse veröffentlicht.

130 Banken in der Eurozone wurden überprüft: 25 fallen durch

Der Stresstest der EZB ist durchgeführt worden um festzustellen, welche Geldinstitute über genügend Eigenkapital verfügen um im Krisenfall, auch ohne Staatshilfen, weiter bestehen zu können.

Durchgefallen sind folgende Banken:

  • Eurobank
  • Monte dei Paschi di Siena
  • National Bank of Greece
  • Banca Carige
  • Cooperative Central
  • Banco Comercial Português
  • Bank of Cyprus
  • Österreichischer Volksbanken-Verbund
  • Permanent tsb
  • Credito Valtellinese
  • Dexia
  • Banca Popolare di Sondrio
  • Hellenic Bank
  • Münchener Hypothekenbank
  • AXA Bank Europe
  • R.H. – Caisse de Refinancement de l’Habitat
  • Banca Popolare dell’Emilia Romagna
  • Nova Ljubljanska banka Liberbank
  • Nova Kreditna Banka Maribor
  • Veneto Banca
  • Banco Popolare
  • Banca Popolare di
  • Banca Popolare di Vicenza
  • Piraeus Bank

Die einzige deutsche Bank die den Stresstest nicht bestanden hat ist die Münchner Hypothekenbank. Hier meldet jedoch die Bundesbank und die Finanzaufsicht Bafin, dass das Geldhaus das Eigenkapital schon deutlich erhöht habe und die Kapitallücke somit geschlossen sei. Damit dürfte der Banken Stresstest für alle deutschen Banken im Nachhinein folgenlos bleiben.

Okt 242014
 

Amazon, der weltweit führende Onlinehändler, legte am Donnerstag die Quartalszahlen vor und schockierte die Anleger. Auch die Aussichten für das, gewöhnlich gewinntreibende Weihnachtsgeschäft, sind so schwammig, dass sie die Anleger nicht überzeugen können. Der Kurs der Amazon Aktien brach im späten Handel am Donnerstag um über 10 % ein.

Amazon hoher Verlust und schwammige Aussichten

Für das letzte Quartal hat Amazon einen Verlust von 437 Millionen US-Dollar ausgewiesen. Dies hat auch die an schwache Zahlen gewohnten Amazon Anleger negativ überrascht. Zudem viel die Aussage für das wichtige Weihnachtsgeschäft mehr als schwammig aus. Man rechnet mit einem Ergebnis zwischen einem Minus von 570 Millionen US-Dollar und einem Plus von 430 Millionen US-Dollar. Eine klare Aussage zur Geschäftsentwicklung sieht anders aus.

Amazons Wachstumsstory scheint zu bröckeln

Durch eine aggressive Expansionsstrategie hat Amazon Chef Jeff Bezos das Unternehmen zum weltweit führenden Onlinekaufhaus gemacht und diese Position in den letzten Jahren auch verteidigt. Diese Wachstumsphantasien haben Anleger ein KGV nahe der 700 akzeptieren lassen.

Doch das weitere Wachstum scheint begrenzt, das klassische Geschäft von Amazon scheint und Europa und den USA an seine Grenzen zu stoßen und neue Strategien, wie Mediastreaming-Dienste oder das Handygeschäft bringen nicht den erwarteten Erfolg.

Der dynamisch wachsende chinesische Markt bleibt Amazon weitestgehend verschlossen, schlimmer noch in diesem Jahr wurde der chinesische Onlinegigant Alibaba an die US-Börsen gebracht. Die neue Konkurrenz aus Fernost verfügt über genügend finanzielle Mittel um nicht nur im asiatischen Markt, sondern auch im Heimatmarkt von Amazon zu einem ernsthaften Wettbewerber zu werden.

schnellsein201014 600x270

Amazons Handy „Fire“ floppt bei der Markteinführung

Einen neuen Schub für Umsatz und Gewinn sollte das, im Sommer vorgestellten, Amazon Handy „Fire“ bringen. Der hart umkämpfte und von Apple und Samsung dominierte Handymarkt zeigte sich jedoch schwerer zu erobern als von Amazon berechnet.

Das „Fire“ fand keine große Nachfrage und schon nach wenigen Wochen wurde der Preis für das Amazon Handy gesenkt um zumindest einige Nutzer vom „Fire“ zu überzeugen. Der Handymarkt in einem intensiven Preiskampf der die Margen für alle Anbieter schrumpfen lässt und mit Blackberry gewinnt ein, schon totgesagtes Unternehmen, erneut Marktanteile zurück.

Das neue Handy Geschäft bei Amazon führe so zu einer Abschreibung in Höhe von 170 Millionen US-Dollar und die Aussichten, dass sich das Blatt hier bald wendet scheinen arg begrenzt.

Amazon Aktie ist kein Selbstläufer mehr

Der jüngste Kurseinbruch ist keine Überraschung und die Aktie von Amazon hat wohl den Nimbus als Selbstläufer verloren. Anleger scheinen mittlerweile ein KGV von 600 und mehr nicht hinzunehmen ohne die Story zu hinterfragen. Von den Höchstkursen bei über 400 US Dollar ist der Kurs mittlerweile fast 30 % zurückgekommen und für eine Trendwende muss das Unternehmen sich wohl zunächst eine neue „Wachstumsstory“ mit größerer Nachhaltigkeit überlegen.