Aug 102015
 

Dirk Müller hat es vom seinem Arbeitsplatz an der Börse Frankfurt in die Talkshows des deutschen Fernsehen geschafft. Er ist Buchautor und wird als Sachverständiger im Deutschen Bundestag angehört. Wie Dirk Müller vom Börsenmakler zu Mr. DAX wurde.

Dirk Müller: Der Weg zum Börsenmakler

Geboren wird Dirk Müller am 25.10.1968 und wächst in Reilingen in der Nähe von Heidelberg auf. Nach dem Abitur macht Müller eine Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Deutschen Bank in Mannheim.

Nach seiner erfolgreichen Prüfung zum Börsenhändler arbeitete für verschiedene Firmen als Makler. Als amtlich vereidigter Börsenmakler wechselt er 1998 ans Parkett der Frankfurter Börse für die Firma ICF Systems AG.

Ein Foto macht Dirk Müller zu Mr. DAX

Beim Aufstieg Müllers in die Medien hat der Zufall ein wenig geholfen. Als 1999 der Bundesfinanzministers Oskar Lafontaine zurücktritt reagiert die Börse mit einem Kursanstieg. Dirk Müller hat zu diesem Zeitpunkt seinen Arbeitsplatz direkt unter der Kurstafel. Sein lachendes Gesicht, mit der Kursentwicklung im Hintergrund, wird am nächsten Tag in mehreren Zeitungen veröffentlicht um die gute Stimmung an der Börse darzustellen.

Von diesem Zeitpunkt wird Müller immer wieder zum „Gesicht zur Kursentwicklung“. Mal lachend, wenn die Kurse steigen, mal mit gefalteten Händen vorm Mund, wenn die Kurse in den Keller gehen. Müller Gesichtsausdrücke werden zum Stimmungsbarometer der Deutschen Börse.

Dirk Müllers Gesicht wird zur Stimme

Der Wandel vom Parketthandel zum elektronischen Xetra Handel im Jahr 2008 wird von Müller kritisch gesehen und er hält hierzu mehrere Vorträge. Dirk Müller gibt Interviews im Börsenfernsehen und wird zu Talkshows eingeladen.

2009 erscheint sein erstes Buch „Crashkurs“. Müller beschäftigt sich in seinem Werk kritisch mit den Vorgängen der Finanzkrise die seit 2007. Das Buch wird ein Bestseller und sein nächstes Buch „Cashkurs“ wird 2011 veröffentlicht.

Müllers Meinung ist gefragt, er schafft es in großen Talkshows zur Hauptsendezeit. Dirk Müller diskutiert mit Günther Jauch über die Zukunft Europas, ist zu Gast bei Maybrit Illner und Beckmann. 2011 und 2013 wird Müller als Sachverständiger zu Anhörungen des Finanzausschuss des Deutschen Bundestages eingeladen.

Dirk Müller ein Medienmensch, nicht ohne Kritik

In seinem 2013 erschienen Buch „Showdown“ übt Müller heftige Kritik an der Politik und dem Umgang mit der Eurokrise. Darin zeichnete er ein düsteres Bild und den Zusammenbruch des Währungssystems. Dies blieb nicht ohne Kritik. Der Spiegel bezeichnete Müller als Verschwörungstheoretiker und stellt viele seiner Thesen in Frage.

Dirk Müller ist ein Medienmensch und äußert seine Meinung. Er versteht es, komplexe Sachverhalte in verständliche Worte zu fassen und das Interesse seiner Leser und Zuhörer zu wecken. Ob Müller nun mit allen seinen Thesen wirklich richtig liegt, sei dahin gestellt. „Mr. DAX“ ist eine erfreuliche Bereicherung der Medienlandschaft wenn es um das sonst trockene Thema Wirtschaft geht.

E-book Erfolg im Aktienhandel

Jun 072015
 

In der letzten Woche hat sich die Seitwärtsphase im DAX fortgesetzt. Interessant wird es nun zum Start in die neue Woche, da der DAX am Freitag nahe der wichtigen Unterstützung bei 11.160 geschlossen hat. Wird diese Marke nun Unterschritten ist die nächste Unterstützung bei ca. 10.600 Punkten und somit nochmal Abwärtspotential im Markt. Hält die Unterstützung ist mit einer Fortsetzung der Seitwärtsbewegung zu rechnen.

Im Musterdepot hat sich nicht allzu viel bewegt. Walt Disney liegt weiterhin ordentlich im Plus und die beiden Neuaufnahmen, Deutz und Geberit, pendeln um den Einstiegskurs.

Mehr, wie gewohnt, im Videoupdate:

Mai 252015
 

Der DAX scheint sich zur Zeit der alten Börsenweisheit „Sell in May and go away“ anzunehmen. Ein größerer Abwärtsmove wurde vorerst dennoch durch die Ausbildung einer Unterstützung im Bereich 11.160 Punkten vermieden. Es zeichnet sich eine Seitwärtsbewegung ab die wohl auch in den nächsten Tagen und Wochen weiter bestand haben wird.

Ebook Erfolg im Aktienhandel Video RisikorechnerIm Musterdepot ist weiterhin nur ein Wert vorhanden. Walt Disney ist wie der Markt in einer Seitwärtsphase. Die Nachrichtenlage allerdings scheint recht positiv, so läuft mit Tomorrowland gerade ein neuer Film in den Kinos an und es wurde der erste Disneystore in China eröffnet.

Wir werden unser Musterdepot am Dienstag wieder etwas weiter auffüllen. Es sind zwei Neuaufnahmen für den Handelsstart geplant.

Zum einen wird eine Order für 4 Stücke der Geberit AG (WKN A0MQWG) mit einem Kauflimit bei 330,00€ und einem Stop/Loss bei 307,00€ in dem Markt gestellt.

Als weiteres werden 250 Stücke der Deutz AG (WKN 630500 mit einem Lauflimit von 5,40€ und einem Stop/Loss bei 5,00€ geordert.

Alles weitere zu den Neuaufnahmen und den Aussichten beim DAX und bei Walt Disney, wie gewohnt im Videoupdate:

Mai 142015
 

In unserem Alltag haben wir akzeptiert, dass nutzlose Gegenstände, wie eine Goldmünze oder ein Diamant, einen weit höheren Wert einnehmen als Gegenstände die dringend benötigt werden, wie zum Beispiel Klopapier oder einfaches Wasser.

Aber wie kann es sein das eine Goldmünze so viel mehr Wert ist als eine Rolle Klopapier? Wer diese Frage nun für lachhaft hält, sollte sich in der entsprechende Situation einmal vorstellen nur eine Goldmünze zur Hand haben. Dann wird schnell klar, dass die Bewertung der Goldmünze mit dem nutzbaren Wert nicht viel zu tun hat. Die Bewertung ist also Paradox.

Erklärung vor der Auflösung: Das klassische Wertparadoxon

Das klassische Wertparadoxon hatte allerdings nicht Gold und Klopapier, so amüsant dieses Beispiel auch ist, als Gegenstände der Erklärung. Es war John Law of Lauriston (1671 – 1729), ein schottischer Ökonom und Bankier, der die, scheinbar unverständliche, Bewertung von Gütern am Beispiel von Wasser und Diamanten erklärte.

Law ist der erste der bei dem Vergleich des lebensnotwendigen aber nahezu unbegrenzt verfügbaren Rohstoffes Wasser (im 17ten Jahrhundert wurde der Rohstoff Wasser noch für unbegrenzt gehalten) und dem Wert eines Diamanten, der keinen praktischen Nutzen hat, eine Beziehung zwischen Angebot und Nachfrage herstellt.

Versuch der Auflösung des Wertparadoxon durch Smith

Etwas später wurde diese erste Erklärung durch Adam Smith (1723 – 1790)wieder aufgegriffen und weiterentwickelt. Smith führte die Begriffe eines reinen Gebrauchswert und eines Tauschwert für Wirtschaftgüter ein. So ist der Gebrauchswert für Wasser hoch und für Diamanten niedrig, der Tauschwert allerdings liegt bei Diamanten um ein vielfaches höher als bei Wasser.

Der Ansatz von Smith war ein Versuch das Wertparadoxon aufzulösen, stellte aber noch keine wirkliche Lösung dar.

Die Auflösung des Wertparadoxon durch Gossen

Hermann Heinrich Gossen (1810 -1958), ein in Düren geborener preußischer Jurist war es, der mit dem Erkennen des Grenznutzwertes das Wertparadoxon auflöste.

Gossen stellte fest das Nutzwert und Tauschwert von Gütern mit zunehmender Menge abnehmen, also einen Grenznutzen erreichen.

Ein einfaches Beispiel hierfür ist wieder ein Glas Wasser. Einen Menschen der großen Durst verspürst bietet ein Glas Wasser einen großen Nutzen, das zweite Glas ist schon nicht mehr ganz so begehrenswert und das achte Glas wird wahrscheinlich keinerlei Beachtung mehr finden.

Gossen entwickelte ein mathematisches Verfahren um das Verhältnis von Tauschwert und Nutzwert einem Grenznutzen zuzuweisen. Mit diesem Ansatz konnte die Preisbildung von Gütern mit einem wissenschaftlichen Ansatz hinterlegt werden.

Warum die Auflösung des Wertparadoxon so wichtig ist

Nicht nur das, durch die von Gossen entwickelte Methode, erstmals verschiedene Güter über Ihren Grenznutzwert mit einander im Preis vergleichbar wurden und somit die Grundlage des heutigen Werte und Wirtschaftssystems bildet. (Wie viel Nutzwert erhalte ich für mein Geld bei Ware A oder bei Ware B).

Wichtiger und weitreichender ist das hierdurch die Optimierung des Geldeinsatzes möglich ist. Das heißt durch den Vergleich des Grenznutzwertes von verschiedenen Waren ist es möglich einen maximalen Grenznutzen für die vorhandene Geldmenge zu erreichen. Dies gilt für den Einkauf bei Großkonzernen genauso wie beim Lebensmitteleinkauf für den Privathaushalt.

 

Apr 192015
 

Aktienhandel Musterdepot April 2015So der DAX scheint sich nun erstmal ein wenig ausruhen zu wollen. Nach dem steilen Aufstieg den er bisher in diesem Jahr hingelegt hat sei ihm dies auch gegönnt, Auch wenn wir die von mir erwartete Marke von 12.500 Punkten knapp verfehlt haben, scheint die Zeit für eine, zumindest kurzfristige Konsolidierung nun gekommen zu sein.

Alles kein Grund zur Panik, nur das unsere Neuaufnahme der letzten Woche, die Gerry Weber International AG, direkt in den Stop/Loss gelaufen ist, ist nicht ganz so erfreulich. Letztendlich ist es aber gut so, denn es zeigt, dass ein Stop/Loss hilft das Risiko beim Einstieg in einen Wert berechenbar zu machen und zu begrenzen.

Auch die anderen Werte im Musterdepot zeigen sich mit dem Gesamtmarkt einhergehend nicht gerade euphorisch in den letzten Tagen.

Schauen wir uns also der DAX und die Werte im Musterdepot in der Videoanalyse etwas genauer an.

(Hier finden Sie eine Erklärung zum Einsatz von Fibonacci Retracements, die in dieser Videoanalyse zum Einsatz kommen)

Apr 132015
 

QSC ZentraleDie QSC AG hat ein schwieriges Jahr hinter sich. Der Internet, Telekommunikation Service Anbieter aus Köln wollte weg vom DSL Geschäft und hin zur Cloud. Der geplante Verkauf des eigenen DSL Netzes hat immer wieder für Gerüchte im Markt gesorgt, doch der entscheidende Effekt blieb bisher aus. Nun sagt das Unternehmen selber, dass man wichtige Schritte nicht, oder nicht richtig angegangen ist und verspricht für die Zukunft eine geordnete Neuausrichtung. Das DSL Netz soll bei diesem neuen Plan allerdings nun doch im Unternehmen verbleiben.

Im Interview stellt sich Arne Thull, Leiter Investor Relations meinen Fragen und gibt einen Einblick in die Situation und einen Ausblick auf die Zukunft der QSC AG. Continue reading »

Mrz 262015
 

depot260315Diese Woche ist der DAX, genau wie ich, ein wenig verschnupft. Es geht nicht weiter aufwärts, und für einige Medien und Marktteilnehmer scheint dies verwunderlich, wenn nicht gar die Ankündigung eines großen Unheils zu sein. Leute mal ehrlich wir sind seit Mitte Oktober des letzten Jahres steil nach oben gelaufen. Im Jahr 2015 hatten wir die größten Kursgewinne die jemals in den erstem Monaten eines Jahres um Dax erzielt worden. Da sollte man wenn es mal ein paar Tage lang nach unten geht immer schön auf dem Teppich bleiben. Sollte der aktuell ja noch immer intakte Aufwärtstrend brechen, schauen wir uns in der Videoanalyse mit Hilfe von Fibonacci-Retracements einmal an wo die nächsten Auffangzonen liegen. (Einen Artikel (mit Lernvideo) zum Aufbau und Einsatz von Fibonacci-Retracements finden Sie unter diesem Link)

Das ist aber kein Grund entstandene Gewinne nicht abzusichern. Wir sind bei Adidas mit einem schönen Plus von über 14% ausgestopt worden. Sollten wir uns nun ärgern, da der Kurs aktuell wieder leicht über dieser Marke liegt? Nein sich über ausgelöste Stop/Loss zu ärgern ist verschwendete Energie und vollkommen sinnfrei. Man sollte sich immer vor Augen halten, dass es genauso gut weiter hinab hätte gehen können, Außerdem ist ein neuer Einstieg in einen Wert, wenn sich ein Aufwärtstrend erneut bestätigt ja nicht ausgeschlossen.

Der langen Vorrede nun aber genug und auf zu Videoanalyse für den DAX und die Werte im Musterdepot:

Aktiencoaching Ausbildung Aktien und Börse

Mrz 242015
 

Muscheln - asset allocation -verteilungAllokation ist ein Fremdwort das in mehreren Bereichen Anwendung findet und trotz gemeinsamer Definition unterschiedlich eingesetzt wird.

Daher werfen wir zunächst einen Blick auf die allgemeine Definition.

Allokation: die Wortbedeutung

 

Schauen wir also zuerst wie das Wort Allokation definiert wird. Continue reading »

Mrz 202015
 

Depot200215Passend zum „Hexensabbat“ dem dreifachen Verfallstag für Optionen und Futures haben wir heute noch eine Sonnenfinsternis über Europa. Na an einem Tag mit solch „gespenstigen“ Vorzeichen schauen wir wie unser Musterdepot sich verhält.

Unter der Woche ist die Jenoptik mit einem minimalen Plus, welches durch das nachziehen unseres Stop/Loss zustande kommt, aus dem Musterdepot ausgestopt worden und unsere Investitionsquote ist somit wieder auf unter 60% gefallen. Dies gibt uns genügt Spielraum um in der nächsten Woche wieder verstärkt auf die Jagd nach der ein oder anderen, vielversprechenden Neuaufnahme zu gehen. (Sie werden als Mitglied selbstverständlich und wie gewohnt am Tag vorher per E-Mail informiert.)

Aktiencoaching

Bei den Werten die sich weiter im Musterdepot befinden gab es am Donnerstag den schon angekündigten Aktiensplit bei Visa. Der Stop/Loss, der durch den Split ja ungültig geworden war, ist nun neu gesetzt. Die neue Marke für den S/L wurde bei 58,00 € gesetzt. Mehr zu Visa, dem DAX und den anderen Werten im Musterdepot, wie gewohnt, im Videoupdate:

Mrz 172015
 

Aktiensplit StraßeDie Visa Inc. hat für den 19.03.2015 einen Split ihrer Aktien (WKN A0NC7B) im Verhälnis 1:4 angekündigt. Wer also Visa Aktien in seinem Depot hat, sollte an diesem Tag nicht erschrecken wenn der Aktienkurs nur noch 25% des Vortageskurses ausmacht. Dafür befinden sich dann auch 4-mal so viele Aktien des Unternehmens in seinem Depot.

Warum führt ein Unternehmen wie Visa einen Aktiensplit durch?

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