dalchow

Okt 242014
 

Amazon, der weltweit führende Onlinehändler, legte am Donnerstag die Quartalszahlen vor und schockierte die Anleger. Auch die Aussichten für das, gewöhnlich gewinntreibende Weihnachtsgeschäft, sind so schwammig, dass sie die Anleger nicht überzeugen können. Der Kurs der Amazon Aktien brach im späten Handel am Donnerstag um über 10 % ein.

Amazon hoher Verlust und schwammige Aussichten

Für das letzte Quartal hat Amazon einen Verlust von 437 Millionen US-Dollar ausgewiesen. Dies hat auch die an schwache Zahlen gewohnten Amazon Anleger negativ überrascht. Zudem viel die Aussage für das wichtige Weihnachtsgeschäft mehr als schwammig aus. Man rechnet mit einem Ergebnis zwischen einem Minus von 570 Millionen US-Dollar und einem Plus von 430 Millionen US-Dollar. Eine klare Aussage zur Geschäftsentwicklung sieht anders aus.

Amazons Wachstumsstory scheint zu bröckeln

Durch eine aggressive Expansionsstrategie hat Amazon Chef Jeff Bezos das Unternehmen zum weltweit führenden Onlinekaufhaus gemacht und diese Position in den letzten Jahren auch verteidigt. Diese Wachstumsphantasien haben Anleger ein KGV nahe der 700 akzeptieren lassen.

Doch das weitere Wachstum scheint begrenzt, das klassische Geschäft von Amazon scheint und Europa und den USA an seine Grenzen zu stoßen und neue Strategien, wie Mediastreaming-Dienste oder das Handygeschäft bringen nicht den erwarteten Erfolg.

Der dynamisch wachsende chinesische Markt bleibt Amazon weitestgehend verschlossen, schlimmer noch in diesem Jahr wurde der chinesische Onlinegigant Alibaba an die US-Börsen gebracht. Die neue Konkurrenz aus Fernost verfügt über genügend finanzielle Mittel um nicht nur im asiatischen Markt, sondern auch im Heimatmarkt von Amazon zu einem ernsthaften Wettbewerber zu werden.

schnellsein201014 600x270

Amazons Handy „Fire“ floppt bei der Markteinführung

Einen neuen Schub für Umsatz und Gewinn sollte das, im Sommer vorgestellten, Amazon Handy „Fire“ bringen. Der hart umkämpfte und von Apple und Samsung dominierte Handymarkt zeigte sich jedoch schwerer zu erobern als von Amazon berechnet.

Das „Fire“ fand keine große Nachfrage und schon nach wenigen Wochen wurde der Preis für das Amazon Handy gesenkt um zumindest einige Nutzer vom „Fire“ zu überzeugen. Der Handymarkt in einem intensiven Preiskampf der die Margen für alle Anbieter schrumpfen lässt und mit Blackberry gewinnt ein, schon totgesagtes Unternehmen, erneut Marktanteile zurück.

Das neue Handy Geschäft bei Amazon führe so zu einer Abschreibung in Höhe von 170 Millionen US-Dollar und die Aussichten, dass sich das Blatt hier bald wendet scheinen arg begrenzt.

Amazon Aktie ist kein Selbstläufer mehr

Der jüngste Kurseinbruch ist keine Überraschung und die Aktie von Amazon hat wohl den Nimbus als Selbstläufer verloren. Anleger scheinen mittlerweile ein KGV von 600 und mehr nicht hinzunehmen ohne die Story zu hinterfragen. Von den Höchstkursen bei über 400 US Dollar ist der Kurs mittlerweile fast 30 % zurückgekommen und für eine Trendwende muss das Unternehmen sich wohl zunächst eine neue „Wachstumsstory“ mit größerer Nachhaltigkeit überlegen.

Okt 232014
 

Nach dem vor einer Woche der DAX sogar die Marke von 8.400 Punkten intraday unterschritten hatte, war die Stimmung auf dem Paket mehr als bedenklich. Ein weiterer und noch deutlicher Abwärtsmove schien möglich und sogar wahrscheinlich. Positiv ist zu bewerten das dieser “Abrutscher” nur intraday gahlten hat und zum Handelschluss die 8.500 Punkte wieder deutlich überschritten wurden.

Seit dem macht der DAX eine kleine Erholungsbewegung, aber von einer wirklich positiven Stimmung im Markt sind wir weiterhin noch weit entfernt. Wichtig wird es nun sein die 8.900 Punkte Marke zu verteidigen um dann eine weitere Aufwärtsbewegung wieder zu ermöglichen.

Im Musterdepotu haben wir die Stop/Loss Kurse bei Visa und Fraport angepasst und somit beide Werte aus dem Risiko herausgenommen. Bei Visa liegt der neue Stop/Loss nun bei 164,40 € und bei Fraport bei 48,50 €. Bei Fraport sind wir im frühen Handel sehr nahe an den Stop-Kurs herangelaufen, dann hat der Wert aber bei 48,52 (erstmal) wieder nach oben gedreht.

2schnellsein201014 600x270

Als Neuaufnahmen sind heute 25 Stücke der Daimler AG ( WKN 710000) ins Musterdepot aufgenommen worden. Der Kaufkurs lag bei 59,54 € und der Stop/Loss ist bei 57,63 gesetzt. Die heute vermeldeten Quartalszahlen waren schon weitestgehend eingepreist und eine neuerliche (positive) Überraschung blieb aus. Dennoch sollte ein Absatzrekord bei den Fahrzeugen und eine Steigerung des operativen Egebnis (EBIT)und rund 20 % mittelfristig für weiter steigende Kurse sorgen.

Alles weitere zum DAX und den Werten im Musterdepot, wie gewohnt, im Videoupdate:

Okt 222014
 

Tesla Chef und Gründer Elon Musk ist bekannt dafür Schlagzeilen zu schreiben. Egal ob er die Patente für seine Elektroautos offenlegt oder in einem Kommentar den Aktienkurs des eigenen Unternehmen für „ein wenig zu hoch“ bewertet.

Diesmal kommen die Schlagzeilen aber aus Deutschland, Daimler verkauft seine Anteile an Tesla.

Daimler beendet die Finanzbeteiligung an Tesla

Daimler hatte sich 2009 als Großaktionär an Tesla beteiligt. 9,1 % sicherte sich Daimler am zukunftsträchtigen Elektroautohersteller aus den USA. Wenige Monate später wurden 40 % dieser Beteiligung an die, in Abu Dhabi beheimatete, Aabar Investments PJS veräußert.

Nach dem Börsengang ist der Anteil den Daimler an Tesla hielt, durch weitere Kapitalerhöhungen, auf 4 % geschrumpft. Diese 4 % werden nun veräußert und dürfte rund 780 US-$ in die Kassen von Daimler spülen.

Daimler betont: Die Zusammenarbeit mit Tesla geht weiter

Daimler sei „mit der Entwicklung unserer Beteiligung an Tesla außerordentlich zufrieden. Für unsere Partnerschaft und Zusammenarbeit ist eine Finanzbeteiligung an Tesla aber nicht notwendig“ sagt Finanzchef Bodo Uebber. Auch der Vorstandsvorsitzende Dieter Zetsche sagt: „Die Partnerschaft mit Tesla ist sehr erfolgreich und wird auch künftig fortgesetzt“.

Bisher liefert Tesla den Antriebsstrang für die elektrische B-Klasse. Eine weitergehende Zusammenarbeit dürfte aber für Daimler lohnenswert bleiben, immerhin hat Tesla es geschafft Elektroautos von „kleinen Kisten für Öko-freaks“ zu Statussymbolen der Oberklasse mit einer akzeptablen Reichweite zu erheben.

2schnellsein201014 600x270

Daimler auf guten Kurs

Daimler hat den Verkauf der Tesla Anteile keines falls getätigt um einen „Notgroschen“ für die Expansion und Modernisierung der eigenen Werke zur Hand zu haben. Die zuletzt veröffentlichten Geschäftszahlen haben gezeigt, dass die neuen Modelle von Daimler gut um Markt ankommen und das Unternehmen hatte zu dem mit einem hohen Free Cash-Flow überrascht.

Es scheint mehr das Daimler sich wieder auf das eigene Geschäft konzentrieren will, dies zeigte schon der Verkauf der Beteiligung am Rüstungs- und Luftfahrtunternehmen EADS (heute Airbus). Diese Fokussierung auf das Kerngeschäft kann bei dem Plan die Wettbewerber VW und BMW, in der Premiumklasse der PKW-Hersteller, wieder einholen zu wollen, nur hilfreich sein.

Okt 202014
 

adidasgroup_logo_bwpDas Jahr 2014 war für Adidas bisher alles andere als ein Jubeljahr. Trotz der Fußballweltmeisterschaft und dem Title der, von Adidas ausgerüsteten, deutschen Nationalmannschaft, verliert der Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach Marktanteile gegenüber dem großen Wettbewerber Nike.

Kursverlauf 2014 ist erschreckend und sorgt für Druck auf den Vorstand

Der Aktienkurs von Adidas ist von den Höchstständen im Januar, von über 93,00 €, um über 40 % bis auf knapp über 52,00 € gefallen. Dieser Kurssturz erfreut, verständlicherweise, weder Privatanleger noch Großinvestoren.

In der letzten Zeit erhöhte sich der Druck auf den Vorstand und es wurden Rücktrittsforderungen gegenüber dem Adidas Chef Herbert Hainer laut. Zudem wurde spekuliert ob Hedgefonds den enormen Kursrückgang zu einem Einstieg bei Adidas nutzen werden.

Adidas reagiert mit Aktienrückkauf

Besser spät als nie, könnte man sagen, reagiert Adidas auf den Kursverfall und den steigenden Druck der Aktionäre. Anfang Oktober kündigte Adidas ein Aktienrückkaufprogramm an. Für rund 1,5 Milliarden € will das Unternehmen eigene Aktien zurückkaufen, eine Aktion, die die Stimmung der gebeutelten Aktionäre aufhellt.

Gleichzeitig nutzt Adidas das niedrige Zinsniveau und holt sich, über die Ausgabe von zwei Anleihen über 1 Milliarde an frischem Geld ins Haus. Geld das unter anderem für den Aktienrückkauf verwendet werden kann und soll.

Gerüchte um den Verkauf von Reebok lassen den Kurs anspringen

Im heutigen frühen Handel springt die Adidas Aktie, nach langer Zeit, wieder einmal nach oben. Rund 6 % im Plus liegt das Papier kurz nach Handelsstart.

Der Grund hierfür sind die Gerüchte um ein mögliches Kaufangebot für die (Problem-)Tochter Reebok. Ein Konsortium von Anlegern aus Dubai und einer Investorengruppe um die malaysische Milliardärsfamilie LOW, sollen ein Angebot für die Übernahme von Reebok vorbereiten und in Kürze dem Unternehmen vorlegen.

2schnellsein201014 600x270

Reebok wurde vor 8 Jahren von Adidas für ca. 3 Milliarden € aufgekauft und hat bisher die gesetzten Ziele zur Marktstärkung in den USA nicht erfüllen können. Die Marktgerüchte besagen, dass das Kaufangebot des Konsortiums sich zwischen 1,7 Milliarden und 2,2 Milliarden € bewegen soll.

Adidas: Aktienkurs mit großer Chance auf Erholung

Für Anleger sind die Meldungen rund um Adidas derzeit positiv. Der Aktienkurs scheint bei der Unterstützung aus Juni 2012 bei rund 54,00 € einen Boden gefunden zu haben, von dem es wieder aufwärts gehen kann.

Sicherlich wird sich Adidas nicht innerhalb weniger Tage wie Phoenix aus der Asche auf zu neuen Höchstständen erheben, aber das Aktienrückkaufprogramm, der mögliche Verkauf von Reebok und die Beruhigung im, für Adidas wichtigen, russischen Markt sollte der Aktien bis zum Jahresende wieder Auftrieb verleihen.

Okt 192014
 

Orderzusätze, wie die Stop Limit Order, sind beim Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder Derivaten wichtige Steuerungselemente, doch nicht nur Anfänger sind mit dem korrekten Einsatz teilweise überfordert.

Dabei sind diese Orderzusätze wichtig um eine Order gezielt erteilen zu können und ein ordentliches Money Management zu betreiben und Positionsgrößen im Risikomanagement zu bestimmen.

Die Stop Limit Order wird sehr häufig nicht, oder schlimmer noch, falsch eingesetzt, ein guter Grund diesen Orderzusatz einmal etwas näher zu beleuchten. Continue reading »

Okt 172014
 
Dr. Wolfgang Söhngen Vorstand PAION AG

Dr. Wolfgang Söhngen, Gründer und CEO der PAION AG

Die PAION AG ist ein Specialty Pharma Unternehmen mit Hauptsitz in Aachen und verfügt über einen weiteren Standort in Cambridge (Vereinigtes Königreich). Die Strategie der PAION AG ist es, ihr Geschäftsmodell von einer reinen Entwicklungsgesellschaft zu einem spezialisierten Pharma-Unternehmen mit einem Schwerpunkt auf Anästhesie-Produkten auszubauen. Remimazolam soll die Basis ihrer künftigen Vertriebsaktivitäten sein. Allerdings gab es zuletzt, zumindest bei der Zulassung von Remimazolam in Japan, eine Verzögerung die von den Finanzmärkten nicht gerade positiv aufgenommen wurde.

Ich freue mich in einem exklusiven Interview mit Herr Dr. Wolfgang Söhngen, Gründer und CEO der PAION AG, über die Entwicklung von Remimazolam, anderen Produkten der PAION AG und den Aussichten des Unternehmens gesprochen zu haben. Continue reading »

Okt 152014
 

WarrenBuffetWarren Buffet ist eine Investmentlegende, sein Unternehmen Berkshire Hathaway steht für stetigen Erfolg an der Börse und die A-Aktien sind mit einem Stückpreis von über 200.000 US-$ (Stand Oktober 2014) für die meisten Privatanleger wohl unerschwinglich.

Die B-Aktien bieten allerdings auch dem „Normalanleger“ eine Möglichkeit sich an Unternehmen von Warren Buffett zu beteiligen und ein Blick auf das Leben von Buffett ist allemal einen Blick wert. Continue reading »

Okt 142014
 

Die Marktlage ist gerade angespannt und der DAX befindet sich auf Talfahrt. So wurde in der letzten Woche auch der Wert von Fresenius Medical Care in unserem Musterdepot ausgestopt. Wir verzeichnen einen Gewinn von 9,29 % durch das Auslösen des Stop/Loss bei FMC, da wollen wir uns nicht beschweren.

Der DAX steht unter Druck, der RSI zeigt aber Potential für eine Gegenbewegung

Die nächste Unterstützung für den DAX liegt bei ca.  8.500 Punkten, allerdings scheint es das wir bei 8.700 Punkten eine kleine Gegenbewegung einleiten können. Bis zur Marke von 8.500 Punkten fehlt nicht mehr viel, geht es darunter wird der Abschlag wohl noch deutlischer werden.

Ausbildung im Aktienhandel

Die Dynamik des Abwärtstrends scheint aber bei 8.700 Punkten zunächst eine Pause einzulegen und es zeichnet sich eine kleine Gegenbewegung ab. Ein deutlicher Überverkaufter RSI spricht auch für einen, zumindest zwischenzeitlichen, Rebound.

Mit Visa und Fraport werden zwei Werte neu in Musterdepot aufgenommen

Wir wagen heute den Einstieg in zwei Werte, die auch in diesem Marktumfeld eine Chance auf Kurssteigerungen bieten. Zum einem haben wir zu Handelsbeginn 10 Stücke der Visa Inc. (WKN: A0NC7B) zum Kurs von 160,23 € ins Musterdepot aufgenommen. Der Stop/Loss liegt bei 152,00 €.

Der zweite Wert der ins Musterdepot aufgenommen wurde ist die Fraport (WKN: 577330). Es wurden 30 Stücke zum Kurs von 47,96 € aufgenommen, der Stop/Loss ist bei 46,00 € gesetzt.

Mehr zur aktuellen Marktlage und den Neuaufnahmen, wie immer, im Videoupdate:

Okt 132014
 
Bildquelle: Nordex SE

Bildquelle: Nordex SE

Die Aktie von Nordex ist sicherlich nichts für Anleger mit schwachen Nerven. Der Kurs schwankt stark und bietet immer wieder die Möglichkeit auf hohe Gewinne (oder auch Verluste je nach dem wann man eingestiegen ist).

Nordex: Aktienkurs wird von den Medien getrieben

Dieses Auf und Ab wird stark von den Börsenmedien begleitet, wenn nicht sogar hervorgerufen. Geht der Kurs des Windkraftanlagenherstellers nach oben, machen Schlagzeilen wie „Nordex-Aktie 80-Prozent-Sprint bis Weihnachten“ die Runde. Nur einige Wochen Später, wenn der Kurs wieder Rückläufit ist, lauten die Überschriften dagegen“ Nordex – Finaler Ausverkauf“.

Selbstverständlich beeinflusst diese Stimmungsmache in den Medien auch das Anlegerverhalten. Auch wenn Nordex regelmäßig in den Schlagzeilen ist, darf man nicht vergessen, dass es sich hierbei um einen recht „marktengen“ Wert mit einem täglichen Handelsvolumen unter 2 Millionen Stück am Tag handelt. Dies macht den Wert Anfällig bei, durch Schlagzeilen hervorgerufene Kauf- oder Verkaufswellen, übertrieben zu reagieren.

Die Bewertung von Nordex pendelt sich ein

Im Jahr 2013 war Nordex noch mit einem KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) von über 68 bewertet, dies ist sicherlich, auch für einen Tec-DAX-Wert eine arg hohe Börsenbewertung. Mit den letzten Geschäftszahlen und der aktuellen Kursbewertung wird für 2014 ein KGV von ca. 22 erwartet. Dies ist sicherlich noch höher als die Bewertung vieler Blue-Chips die im DAX notiert sind, allerdings für einen Tec-DAX Titel, der zudem in einem Wachstumsmarkt tätig ist, kann man hier schon von einer zurückhaltenden Bewertung sprechen.

Die Auftragsbücher bei Nordex sind gut gefüllt

Die Geschäftslage bei Nordex wirft ein positives Licht auf das Unternehmen. In den letzten Wochen wurden mehrere Millionen-Aufträge vermeldet. In Deutschland sollen in Kreis Steinfurt, in NRW, 8 Turbinen im Windpark Hollich-Sellen (geschätztes Auftragsvolumen 24 Mio. €) und im Raum Berlin für die Errichtung des Windparks Chransdorf 24 Anlagen (geschätztes Auftragsvolumen 50 Mio. €) vermeldet. Auch außerhalb Deutschlands vermeldet Nordex weitere Auftragseingänge, wie ein Windparkprojekt im finnischen Lappland mit einem weiteren Auftragsvolumen von 50 Mio. €.

Die Meldung das Nordex zudem bis Ende 2015 bis zu 600 neue Mitarbeiter einstellen will, ist ein weiteres positives Signal zu Geschäftsentwicklung bei Nordex.

Aktien von Nordex bleiben interessant, aber spekulativ

Nachdem Nordex in 2013, nach zwei verlustreichen Jahren, erstmals wieder einen Gewinn vermelden konnte, muss das Unternehmen diese positive Entwicklung noch mit weiteren Geschäftszahlen belegen. Nordex hat Potential, ist aber weiterhin als spekulativer Wert mit hoher Volatilität anzusehen.

Die Zahlen zum Q3, die am 13ten November veröffentlich werden, werden sicherlich richtungsweisend für die Kursentwicklung von Nordex sein. Charttechnisch liegt die nächste Unterstützung für den Aktienkurs bei 9,96 €, dem Verlaufstief aus dem April diesem Jahres. Dies sind ca. 14% Rückschlags-Potential zum aktuellen Kurs. Auf der anderen Seite liegt der nächste Widerstand bei etwa 14,90 und bietet somit gut 30 % Aufwärtspotential. Anleger sollten eine Bodenbildung des Kurses abwarten, da die Dynamil der aktuellen Abwärtsbewegung noch zu hoch ist.

Okt 112014
 

lakeland logoLakeland Industries (WKN 897575) wird den meisten Anlegern bisher unbekannt sein. Nicht nur in Europa auch im Heimatland, den USA, war der Hersteller von Schutzbekleidung nur auf der Watchlist von wenigen Anlegern und auch die Analysten werden erst in den letzten Tagen auf den Wert aufmerksam.

Der Kurs von Lakeland Industries geht durch die Decke

Es ist nicht verwunderlich, dass Lakeland nun vermehrt die Aufmerksamkeit von Investoren auf sich zieht. Der Aktienkurs von Lakeland lag zu Beginn des Jahres bei 4,90 US-$ und hat sich bis Mitte September eher seitwärts bewegt. Dann aber ging es explosionsartig nach oben. Allein in der letzten Woche hat sich der Aktienkurs mehr als verdoppelt und liegt aktuell mit 19,63 US-$ auf einen Allzeithoch.

lakelandkursverlauf

Warum der Kurs von Lakeland so rasant ansteigt

Der Grund für den rasanten Anstieg der Lakeland Aktien ist recht einfach. Mit dem Ausbruch des Ebola-Virus in Westafrika sind nicht nur Biotech-Unternehmen, die an der Forschung eines Mittels gegen Ebola arbeiten in den Fokus gerückt. Auch Hersteller von hochwertiger Sicherheitskleidung finden vermehrt Nachfrage nach ihren Produkten und rücken somit auch in den Fokus von Investoren. Lakeland Sicherheitsanzüge werden von vielen Hilfsorganisationen in Afrika eingesetzt um Mitarbeiter vor der Kontaminierung mit dem Virus zu schützen. Mit den ersten Fällen von Ebola in den USA und in Europa stocken viele Krankenhäuser ihre Lager an Sicherheitsbekleidung auf.



Wie wird der Kurs von Lakeland sich weiter entwickeln?

Solange die Sorge um die Verbreitung des Ebola-Virus nicht eingedämmt wird, wird Lakeland Industries weiterhin profitieren und die Aktien werden noch stärker in den Fokus von Inverstoren und Analysten rücken. Selbstverständlich ist der aktuelle Kursanstieg schon gewaltig und es muss sich erst herausstellen ob die aktuelle Börsenbewertung auch durch Umsatzzahlen gerechtfertigt ist. Dennoch hat Lakeland aufgrund der erhöhten Aufmerksamkeit in den Medien weiterhin Potential. Spekulativer Anleger können kleinen Positionen in diesem Wert aufbauen, sollten aber mit einem eng gesetzten Stop/Loss arbeiten. Die Chance auf weitere Kursgewinne ist gegeben, aber es kann auch schnell zu deutlichen Rücksetzern kommen.