Wir freuen uns mit der QSC AG aus Köln, einem der aufstrebenden mittelständischen Unternehmen im Zukunftsmarkt ITK und Cloudcomputing ein exklusives Interview präsentieren zu können.
Die QSC AG bietet mittelständischen Unternehmen umfassende ITK-Services – von der Telefonie, Datenübertragung, Housing, Hosting bis zu IT-Outsourcing und IT-Consulting. Mit ihren Gesellschaften INFO AG, einem IT-Full-Service Provider mit Sitz in Hamburg, und IP Exchange, Housing- und Hosting-Spezialist mit Sitz in Nürnberg, zählt die QSC-Gruppe zu den führenden mittelständischen Anbietern von ITK-Leistungen in Deutschland.
Das im TecDax gelistete Unternehmen hat ab Mai 2012 ein Aktienrückkaufprogramm beschlossen.
Dies ist einer von mehreren Gründen, der es lohnenswert erscheinen lässt sich das Unternehmen QSC AG einmal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.
Wir freuen uns daher besonders, mit Herrn Arne Thull, Head of Investor Relations der QSC AG, einen Gesprächspartner gewinnen zu können der uns einen Ein- und Ausblick über die aktuelle Lage und den Zukunftsplänen des Unternehmens geben kann.

Arne Thull, Head of Investor Relations der QSC AG
aktienhandel-einsteiger.de:
Zunächst, Herr Thull, vielen Dank, dass Sie die Zeit finden uns für ein Interview zur Verfügung zu stehen. Die QSC-AG ist seit 2004 im TecDAX gelistet und richtet sich als ITK-Anbieter in der Hauptsache an mittelständische Unternehmen. Daher ist die QSC-AG in der breiten Masse, sowie bei Privatanlegern nicht ganz so bekannt. Würden Sie uns kurz das Geschäftsfeld und die Ausrichtung der QSC-AG vorstellen?
Arne Thull:
Wie Sie ganz richtig sagen, bietet QSC mittelständischen Unternehmen umfassende Informations- und Telekommunikationsdienste, kurz ITK-Dienste – von der Telefonie, Datenübertragung, Housing, Hosting bis zu IT-Outsourcing und IT-Consulting. Mit ihren Töchtern INFO AG, einem IT-Full-Service Provider mit Sitz in Hamburg, und IP Exchange, einem Housing- und Hosting-Spezialist mit Sitz in Nürnberg, zählt die QSC-Gruppe zu den führenden mittelständischen Anbietern von ITK-Leistungen in Deutschland. Mit der Übernahme dieser beiden Unternehmen im Jahr 2011 hat den QSC den Transformationsprozess von einem TK- zu einem ITK-Anbieter spürbar beschleunigt und zugleich die Cloud-Kompetenz ausgebaut.
aktienhandel-einsteiger.de:
Bei den Schlagworten Telekommunikation und ITK werden vielen Menschen zunächst die „Großen“ der Branche, wie Telekom, Versatel oder ähnliche einfallen. Erläutern Sie uns doch die Vorteile, die Ihre Kunden in der Zusammenarbeit mit der QSC-AG für sich gewinnen können.
Arne Thull:
Als mittelständisches Unternehmen versteht QSC die ITK-Bedürfnisse des Mittelstandes in Deutschland besser als die „Großen“. Wir agieren hier auf Augenhöhe und können so bei großen Ausschreibungen auch gegenüber Unternehmen wie der Deutschen Telekom, IBM oder Hewlett-Packard punkten und überzeugen. Darüber hinaus gibt es nur ganz wenige Anbieter im Wettbewerb, die wie QSC das vollständige ITK-Leistungsspektrum vom Desktop bis zum Rechenzentrum aus einer Hand anbieten können.
aktienhandel-einsteiger.de:
Die Thematik des Cloud Computing verbreitet sich in letzter Zeit immer mehr. Erklären Sie doch wo hier der Vorteil für Unternehmen liegt und warum die QSC-AG, hier „die Nase vorn“ hat.
Arne Thull:
Zwei säkulare Trends führen derzeit dazu, dass Unternehmen einen wachsenden Anteil ihrer IT in die Cloud „auslagern“. Erstens verändert sich die Arbeitswelt: die Mitarbeiter werden immer mobiler und wollen nicht nur von ihrem Arbeitsplatz, sondern auch von unterwegs und daheim auf sämtliche Firmendaten zugreifen. Hinzu kommt die Tendenz, die IT wieder in Rechenzentren stärker zu zentralisieren. Für beide Trends ist Cloud Computing eine hervorragende Lösung. Dienstleister wie QSC betreiben hochmoderne Rechenzentren und können Unternehmen dort die notwendige Infrastruktur bereitstellen. Ein solches Umfeld ermöglicht es dann allen Mitarbeitern, jederzeit von jedem Ort auf alle relevanten Informationen zugreifen zu können.
QSC ist in diesem Wachstumsmarkt gleich aus mehreren Gründen sehr gut aufgestellt: Wir betreiben bereits heute hochmoderne Rechenzentren in großen Ballungsräumen in Deutschland und verfügen über umfassende Kompetenz, Unternehmen auf dem Weg in die Cloud-Ära zu begleiten. Das gilt beispielsweise für den Betrieb komplexer SAP- und Microsoft-Systeme sowie das Outsourcing komplexer IT-Infrastrukturen. Dank unserer Herkunft als Netzbetreiber verfügen wir darüber hinaus über eine hohe Kompetenz und ein tiefes Verständnis für die „Transportwege“ der Daten vom Rechenzentrum zum Arbeitsplatz. Auf dieser Basis können wir unseren Kunden einen „Ende-zu-Ende“-Service offerieren; der Kunde hat nur einen einzigen Ansprechpartner für alle ITK-Fragen. Und noch eins dürfen Sie nicht vergessen: Mittelständler schätzen Nähe und tun sich schwer damit, ihre Daten an ein Rechenzentrum in Kalifornien oder in Asien auszulagern: QSC ist hier der Partner der Wahl, da alle unsere Rechenzentren in Deutschland stehen und wir damit vollständig den strengen deutschen Datenschutzbestimmungen unterliegen.
aktienhandel-einsteiger.de:
Die bestimmende Problematik der Eurozone belastet, auch in Deutschland, sowohl größere, wie auch mittelständische Unternehmen. In wie weit ist hier auch die QSC-AG betroffen oder konnten sie sich von diesen Problemen abkoppeln?
Arne Thull:
QSC hat es in den letzten beiden Rezessionen geschafft, trotz widrigem Umfeld den Umsatz weiter zu steigern. Und auch für 2012 planen wir sequentiell mit einem Umsatz- und Ergebniswachstum. Davon unabhängig wäre aber eine grassierende Investitionszurückhaltung insbesondere im Neukundengeschäft eine besondere Herausforderung, keine Frage.
aktienhandel-einsteiger.de:
Die gerade veröffentlichen Quartalszahlen lagen innerhalb der Erwartungen. Wobei die Verschmelzung mit der Info AG die Zahlen ja beeinflusst. Nachdem der Aktienkurs der QSC-AG in den letzten Jahren eher auf Achterbahnkurs war und den Anlegern nicht nur Freude bereitet hat, würden es unsere Leser sicherlich interessieren, wie Sie die Aussichten der Aktie für die Zukunft einschätzen und warum auch Privatanleger in Ihr Unternehmen investieren sollten.
Arne Thull:
Bei der Verkündigung des ersten Aktienrückkaufprogramms in der Geschichte von QSC im Mai 2012 hat der Vorstand betont, dass er den Rückkauf von Aktien als sehr gute Investitionsmöglichkeit sähe und von einem erheblichen Kurspotenzial ausgehe. Für diese Haltung spricht auch, dass die beiden QSC-Gründer Dr. Bernd Schlobohm und Gerd Eickers im Mai 2012 noch einmal jeweils 100.000 QSC-Aktien gekauft haben.
Allerdings müssen Anleger mit QSC Geduld haben. Das Unternehmen befindet sich noch in einem Transformationsprozess zu einem ITK-Anbieter. Doch die Geduld wird sich auszahlen: Im Herbst 2011 hat der Vorstand eine mittelfristige Strategie vorgestellt und aufgezeigt, wie QSC an dem säkularen Trend hin zum Cloud Computing partizipieren will. Für das Jahr 2016 hat er in diesem Zusammenhang ehrgeizige aber realisierbare Ziele genannt. Danach wird QSC im Jahr 2016 ein Unternehmen mit einem Umsatz von 800 Millionen Euro bis 1 Milliarde Euro, einer EBITDA-Marge von 25 Prozent erzielen und einen Free Cashflow von 120 bis 150 Millionen Euro sein.
Auf dem Weg dahin – und ich denke, dass ist ein weiteres gutes Argument für Privatanleger – wird QSC die Aktionäre mit einer attraktiven Dividende am Erfolg ihres Unternehmens beteiligen. Für das Geschäftsjahr 2011 haben wir eine Dividende von 8 Cent je Aktie ausgeschüttet, was am Tag der Auszahlung einer Dividendenrendite von 3,9 Prozent entsprach.

Wir bedanken uns herzlich bei Herrn Thull und der QSC AG für dieses aufschlussreiche Interview.
Ein Unternehmen, dass auf alle Fälle mehr als nur einen kurzen Blick, aus Anlegersicht, wert ist. Nähre Informationen finden Sie auch auf der Homepage der QSC AG.







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